• 01.12.2009, 10:24:27
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Tumpel: Die Krise ist erst überwunden, wenn es eine Entspannung auf dem Arbeitsmarkt gibt

AK fordert drittes Arbeitsmarktpaket

Wien (OTS) - Die AK fordert ein drittes Arbeitsmarktpaket. Denn
mit über 257.740 registrierten Arbeitslosen und mehr als 78.780 in
Schulungen des Arbeitsmarktservice (AMS) ist die Zahl der
Arbeitsuchenden in Österreich im November neuerlich deutlich um über
55.920 Personen oder rund 20 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat im
Vorjahr gestiegen. "Der Zuwachs an Arbeit Suchenden war heuer zwar
schon höher, dennoch ist von Entspannung keine Spur. Das gilt auch
für die allgemeine Wirtschaftslage. Gradmesser für eine Erholung der
Wirtschaft ist weiterhin die Arbeitslosigkeit. Solange diese weiter
steigt oder hoch bleibt, darf nicht von einer Entspannung oder einer
Überwindung der Krise gesprochen werden. Die Krise ist erst
überwunden, wenn es eine nachhaltige Entspannung auf dem Arbeitsmarkt
gibt", sagt AK-Präsident Herbert Tumpel, "die Bundesregierung ist
daher aufgefordert, rasch ein weiteres, drittes Arbeitsmarktpaket zu
verabschieden." Der AK-Präsident fordert den Finanzminister auf,
seinen Widerstand gegen ein höheres Arbeitslosengeld und gegen
Verbesserungen bei der Notstandshilfe aufzugeben. Es muss mehr getan
werden, um die Kaufkraft der von Arbeitslosigkeit Betroffenen zu
erhalten, die inflationsbedingt in den letzten Jahren um fast 10
Prozent gesunken ist. Das hilft unmittelbar den betroffenen Familien
und ist wichtig für die gesamte Wirtschaftsentwicklung. Ausserdem
braucht das AMS dringend mehr Personal zur Betreuung der zusätzlichen
Arbeitslosen. "100 mehr MitarbeiterInnen könnten sofort eingestellt
werden, wenn der Finanzminister zustimmt", erklärt der AK-Präsident.

Im November 2009 musste mit mehr als 257.740 als arbeitslos
registrierten Personen und weiteren rund 78.780 Personen in
Schulungsmaßnahmen des AMS neuerlich ein deutliches Wachstum der
Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich festgestellt werden.
Österreichs Arbeitsmarkt zeigt sich zwar robuster als jener der
allermeisten anderen EU-Mitgliedsstaaten, dennoch weisen alle
Prognosen auf eine weitere Verschlechterung bei der Arbeitslosigkeit
hin. Die AK fordert daher ein weiteres, drittes Arbeitsmarktpaket mit

+ einer deutlichen Verbesserung der Existenzsicherung bei
Arbeitslosigkeit durch eine Erhöhung der Ersatzrate beim
Arbeitslosengeld auf 60 Prozent in einem ersten Schritt und
insbesondere der Beseitigung der Anrechung des Partnereinkommens bei
der Notstandshilfe

+ weiteren Schritten zur Stabilisierung der Beschäftigung wie etwa
der Schaffung einer Bildungsteilzeit mit teilweisem Lohnausgleich

+ einer weiteren Verbesserung der Einkommensituation von
Arbeitslosen, die lange Schulungen machen

+ einem Ausbau der Aktion 4000 und einer Förderung der
Beschäftigung von jungen Menschen, die nach ihrer theoretischen
Ausbildung keinen Arbeitsplatz finden können.

Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Thomas Angerer
Tel.: +43-1 501 65-2578
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at

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