UVP Mochovce - Haltung des Umweltministeriums nicht nachvollziehbar

Freistadt (OTS) - Das Ergebnis der bilateralen Konsultationen zum Ausbau des slowakischen Atomkraftwerkes Mochovce bestätigt die Argumente des Anti Atom Komitees. Der Versuch des österreichischen Umweltministeriums das UVP Verfahren möglichst schnell abzuschließen bedeutet, die über 200.000 Einwendungen der Bevölkerung gegen den Uraltreaktor aus den 70er Jahren mit Füßen zu treten. Das darf sich auch ein Umweltministerium nicht leisten können. Das Anti Atom Komitee fordert Umweltminister Berlakovich auf, dieser Missachtung der Bevölkerung endlich ein Ende zu setzen.

Die bilateralen Verhandlungen zum Ausbau des AKW Mochovce brachten leider genau das Ergebnis das vom Anti Atom Komitee befürchtet wurde. Die wesentlichen Sicherheitsfragen, wie fehlendes Containment, ungelöste Atommüllfrage usw. werden nicht gelöst und im Nuklearinformationsabkommen auf unverbindlicher Beamtenebene weiter behandelt werden. Das Umweltministerium möchte trotz massiver Sicherheitsmängel das UVP Verfahren möglichst schell abschließen. Was vom Umweltministerium am Freitag vergangener Woche noch heftigst bestritten wurde, ist heute Realität.

"Es ist, als ob ein Maturant zuerst das positive Zeugnis bekommt und erst dann tritt er zur Matura an - oder auch nicht", kritisiert Dipl. Ing. Manfred Doppler vom Anti Atom Komitee die Vorgangsweise des Umweltministeriums.

Das Anti Atom Komitee fordert daher zu wiederholten Mal, dass diese UVP nicht abgeschlossen werden darf, bevor die offenen Sicherheitsfragen nicht restlos geklärt sind. Sollte es trotzdem grünes Licht zum Abschluss des UVP Verfahren geben, bedeutet dies, über 200.000 Einwendungen besorgter Österreicher und Österreicherinnen gegen den Ausbau von Mochovce einfach zu ignorieren.

"Herr Umweltminister, letztlich sind Sie für Entscheidungen im Umweltministerium verantwortlich, Sie werden der Bevölkerung erklären müssen, warum über 200.000 Stimmen offensichtlich nichts wert sind", appelliert Manfred Doppler abschließend an Minister Berlakovich, sich auf die sprichwörtlichen "Hinterbeine" und die UVP zu stoppen bis die offenen Fragen geklärt sind.

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