"Horrorhaus" (copyright Zeitschrift Falter) in der Favoritenstraße

Neueste Entwicklungen im Kriminalfall Werner Turek

Wien (OTS) - Die Vorgänge rund um den ehemaligen - schon seit 2003 in Konkurs befindlichen - Unternehmer Werner Turek haben heute am 26.11.2009 an Dramatik zugenommen, als er anlässlich eines Auftrittes als Zeuge in einem Verfahren vor dem Bezirksgericht Innere Stadt Wien betreffend eine Wohnung dieses Hauses von der Kriminalpolizei noch im Gerichtssaal verhaftet und abgeführt wurde.

Gegen Werner Turek wurde bereits vor einem Jahr von der Staatsanwaltschaft Wien rechtskräftig Anklage wegen der Verbrechen der betrügerischen Krida und des schweren gewerbsmäßigen Betrugs unter anderem wegen der Schädigung der Konkursmasse durch Nichtabführung einkassierter Mietzinse und wegen der Schädigung der von ihm während des Konkurses in diese Häuser einquartierten Personen erhoben. In dem dazu anhängigen Strafverfahren vor einem Schöffensenat des Landesgericht für Strafsachen Wien wurde er von mehreren von ihm einquartierten Personen schwer belastet. Die nächste Hauptverhandlung in diesem Verfahren findet noch im Dezember 2009 statt, bei dem auch die Masseverwalter in seinem Konkursverfahren zu diesen Vorgängen befragt werden sollen.

Über weitere Strafanzeigen der BAG Immotrade Projektentwicklungs GmbH, die diese Häuser vom Masseverwalter im Jahr 2006/2007 erworben hatte und die ebenso wie die von Werner Turek einquartierten Personen durch die kriminelle Vorgangsweise von Werner Turek
und der in seinem Umfeld auftretenden Personen massiv geschädigt wurde, fanden weitere intensive Ermittlungsarbeiten der Staatsanwaltschaft unter Unterstützung der Wirtschaftspolizei statt, deren Ergebnisse offenbar so aufschlussreich sind, dass sie schließlich zur heutigen Verhaftung von Werner Turek führten.

Gegenstand der Strafanzeigen gegen Werner Turek ist unter anderem auch der Vorwurf, er hätte gemeinsam mit seinem Bruder Herbert Turek - dieser ist vom Konkurs seines Bruders nicht betroffen und ebenfalls im Bekleidungshandel tätig - nur zum Schein Vereinbarungen
über Bestandrechte an Räumlichkeiten in diesen Häusern abgeschlossen und nachträglich behauptet, diese wären noch vor dem Konkurs geschlossen worden, obwohl die Urkunden über die von den Brüdern behaupteten Vereinbarungen erst nachträglich während des
Konkurses angefertigt worden sein sollen. In einem zwischen Herbert Turek, dem Bruder des heute verhafteten Werner Turek, und der BAG Immotrade Projektentwicklungs GmbH als nunmehriger Eigentümerin dieser Häuser vor dem Bezirksgericht Innere Stadt Wien
anhängigem Zivilverfahren, hat das Gericht diesen Sachverhalt nach Durchführung eines umfangreichen Beweisverfahrens jedenfalls bestätigt und Herbert Turek mit Urteil zur Räumung der von ihm besetzten Räumlichkeiten verpflichtet. Dagegen hat Herbert Turek Berufung erhoben, die derzeit vom Landesgericht Wien bearbeitet wird. Mit einem Ergebnis in diesem Zivilverfahren ist in Kürze zu rechnen.

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Katharina Takacs
BAG Immotrade Projektentwicklung GmbH
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