- 27.11.2009, 10:12:13
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Wiener Stadtwerke vergeben "Kommunal-Oscars"
JournalistInnenpreis WINFRA erstmals verliehen
Wien (OTS) - * Print-Siegerin: Barbara Mader, Kurier
* Hörfunk-Sieger: Johann Groiss, Ö1
* TV-Sieger: Norbert Fiala, ORF Wien
* Internet-Sieger: Wien-Redaktion der APA, Gerald Mackinger, Martin
Fichter, Thomas Rieder
* Sonderpreis der Jury: Michael Fröschl, ORF Wien
Erstmals wurde in Wien ein Preis für Kommunaljournalismus ins Leben
gerufen. Die Wiener Stadtwerke stifteten anlässlich ihres 60-jährigen
Bestehens im heurigen Frühjahr den JournalistInnenpreis WINFRA.
Überreicht wurden die Preise von Wiens Vizebürgermeisterin und für
die Wiener Stadtwerke zuständigen Stadträtin Renate Brauner sowie von
Wiener Stadtwerke-Generaldirektorin Gabriele Payr. "Mit dem WINFRA
wollen die Wiener Stadtwerke die vermittelnde Arbeit von
Journalistinnen und Journalisten auszuzeichnen, die gerade im
Infrastruktur-Bereich von enormer Bedeutung ist", erklärte die Wiener
Stadtwerke-Generalin die Idee hinter diesem Preis, den sie bei der
Preisverleihung am Donnerstagabend, im 20. Stock des Ringturm
augenzwinkernd "Kommunal-Oscar" nannte. Vizebürgermeisterin Renate
Brauner zeigte sich stolz ob der Qualität der SiegerInnen-Beiträge
und betonte wie wichtig eine bewusstseinsstiftende mediale
Darstellung von Infrastrukturprojekten für die Stadt Wien sei: "Die
Wiener Stadtwerke und ihre mehr als 15.500 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter sind das Rückgrat von Wien. Journalistinnen und
Journalisten sind mit ihren Medienberichten unverzichtbar, wenn es
darum geht, ein Bewusstsein in der Wiener Bevölkerung zu schaffen,
für die oft mit sichtbaren Baustellen verbundene Arbeit an
Infrastrukturprojekten und den für die Menschen daraus entstehenden
Nutzen. Sei es durch die Stärkung der Wiener Wirtschaft mit
Milliarden-Investitionen, die Schaffung von zehntausenden
Arbeitsplätzen oder die hohe Lebensqualität der Donaumetropole, die
zu einem Gutteil der hochmodernen Infrastruktur in der Stadt Wien zu
verdanken ist", betonte Wiens Vizebürgermeisterin Renate Brauner.
Der WINFRA 2009 wurde in fünf Kategorien verliehen und ist insgesamt
mit 15.000 Euro dotiert. Ausgewählt wurden die zu prämierenden
Beiträge von einer hochkarätigen, unabhängigen Jury unter dem Vorsitz
von Umweltdachverband-Präsident Gerhard Heilingbrunner, einem der
bekanntesten Fürsprecher für umweltgerechte und nachhaltige
Infrastrukturprojekte. Weitere Jury Mitglieder sind:
* Dr. Astrid Zimmermann, Medienhaus Wien und ehem. Präsidentin der
Journalistengewerkschaft
* Dr. Peter Szyszka, PR-Professor am Institut für Publizistik und
Kommunikationswissenschaft der Uni Wien
* Mag. Edeltraud Stiftinger, Siemens, Leiterin Corporate Technology
Central Eastern Europe
* Dipl.-Ing. Brigitte Jilka, MBA, Wiener Stadtbaudirektorin
* Mag. Jürgen Wutzlhofer, Wiener Landtagsabgeordneter und Gemeinderat
Wiener Stadtwerke-Generaldirektorin Gabriele Payr gab bei der
gestrigen Preisverleihung auch gleich den Startschuss für den WINFRA
2010. Fotos zur WINFRA-Gala mit allen PreisträgerInnen und deren
prämierten Beiträgen sowie Informationen zum WINFRA 2010 und
Einreichmöglichkeiten dafür unter www.winfra.at.
Die SiegerInnen des WINFRA 2009 und die Begründungen der Jury im
Überblick:
Siegerin Print
Autorin: Barbara Mader
Medium: Kurier
Titel: Würstelstand bis Wasserturm
Begründung der WINFRA-Jury:
Der Sieger-Beitrag in der WINFRA-Kategorie Print behandelt ein Thema,
das auf den ersten Blick sehr nüchtern wirkt, nämlich die neue
Linienführung der Straßenbahnlinie 1. Jahrzehntelang fuhr die
Straßenbahn am Ring im Kreis. Der Fahrgastbeirat hatte erhebliche
Fahrgastzuwächse prognostiziert, würden die Wiener Linien von der
Peripherie ins Zentrum der Stadt fahren und ohne Umsteigen auf der
anderen Seite wieder herauskommen. Diese neue Linienführung würde
viel eher dem Fahrverhalten der mehr als 800 Millionen Kundinnen und
Kunden der Wiener Linien entsprechen.
Die Autorin des Sieger-Beitrags "Würstelstand bis Wasserturm" konnte
der Entscheidung der Wiener Linien, den 1er auf neue Wege zu
schicken, einige bislang unbekannte Aspekte abgewinnen. Mit ihrer
Reportage führt Barbara Mader den Kurier-Leser auf eine unterhaltsame
Fahrt auf der neuen 1er-Strecke. Die lokalen Attraktionen auf der -
auch für Wien-Kenner - neuen Strecke sind in optisch toll
aufbereiteten Fotos auf einen Blick zu erfahren. Eine übersichtliche
Info-Grafik zeigt, wie der neue 1er nun in Wien unterwegs sein wird.
Die Jury bekam bei diesem Beitrag gleich Lust auf eine Runde mit dem
neuen 1er.
Sieger Hörfunk
Autor: Johann Groiss
Medium: Ö1 Radiokolleg
Titel: Wie wohnen im 21. Jahrhundert / innovative Lebensformen
Begründung der WINFRA-Jury:
Ein reines Hörvergnügen. Das war der am häufigsten geäußerte Grund
von Jury-Mitgliedern, wenn sie ihre Wahl für den Sieger in der WINFRA
Kategorie Hörfunk begründeten. Auch tiefer gehende Argumente waren
durchwegs auf einer Linie: Der sehr informativ gestaltete Beitrag
über innovative Lebensformen im kommenden Jahrhundert zeichnete sich
dadurch aus, dass mittels eines interdisziplinären Zugangs auf
fesselnde Art und Weise ein komplexes Thema vermitteln kann.
Zeitgemäße Wohnformen werden aus unterschiedlichen Blickwinkeln
beleuchtet: Mehrgenerationen-Wohnprojekte, Wohnkonzepte für den 3.
Lebensabschnitt, Frauenwohnhäuser oder Wohneinrichtungen für
Radfahrer. Der Stellenwert von Migration und Integration wird ebenso
hinterfragt wie der Sinn von Mitbestimmungsmöglichkeiten bei der
Planung von Wohnprojekten. Der 1. Platz in der Kategorie Hörfunk geht
an Johann Groiss. In seinem im Ö1 Radiokolleg gesendeten Beitrag "Wie
wohnen im 21. Jahrhundert? Innovative Lebensformen" analysiert Johann
Groiss soziale Hintergründe und architektonische Innovationen in
Bereich Wohnbau.
Sieger TV
Autor: Norbert Fiala
Medium: ORF Wien Heute
Titel: Ein Jahr Baustelle Westbahnhof
Begründung der WINFRA-Jury:
In der Kategorie TV gab es unterschiedliche Zugänge, die Komplexität
von Infrastrukturprojekten zu vermitteln. Am überzeugendsten war für
die WINFRA-Jury ein Beitrag, der einen Blick hinter die Kulissen
einer der größten Baustellen im innerstädtischen Bereich gewährt - an
einem der stärksten frequentierten Bahnhöfe Österreichs - dem
Westbahnhof. Der TV-Beitrag zeigt, welch enormer Aufwand für die
Generalsanierung der denkmalgeschützten Bahnhofshalle erforderlich
ist.
Der Betrieb für Reisende am Westbahnhof ist auch während der
Modernisierungsarbeiten durch die ÖBB gegeben. Ein Rundgang durch die
Baustelle zeigt, was die Kundinnen und Kunden nach Bauende ab 2011
von der neuen "Bahnhof-City" erwarten können: eine Shopping-Meile mit
80 Geschäften, ein moderner Bürokomplex mit integriertem Hotel, ein
neu gestalteter Vorplatz mit übersichtlichen Vorfahrtsflächen und
eigene Zonen für Behinderten-Parkplätze, Bussstellplätze, Taxis und
Kiss & Ride-Parkplätze. Norbert Fiala hat in seinem Beitrag "Ein Jahr
Baustelle Westbahnhof" gezeigt, was man als Passant nicht sieht - den
Blick hinter den Bauwände an einem der wichtigsten
Verkehrsknotenpunkte Österreichs. Norbert Fialas Beitrag wurde im
TV-Magazin "Wien heute" ausgestrahlt.
Sieger Internet:
Autoren: Wien-Redaktion der APA = Gerald Mackinger,
Martin Fichter, Thomas Rieder
Medium: APA Online Manager (AOM)
Titel: Öko-Urne in Grünlage: Wiens Waldfriedhof ist gefragtBegründung der WINFRA-Jury:
In der Kategorie Internet gab es besonders leidenschaftliche
Diskussion in der Jury-Sitzung. Das zeigt einmal mehr, wie sehr uns
alle die - mit einer beeindruckenden Geschwindigkeit - stattfindende
Entwicklung dieses Mediums betrifft. Was kann und was darf ein
Online-Medium - und vor allem wie?
Web 2.0 ist auch im Journalismus nicht nur ein Schlagwort. Dieser
Begriff steht im Kern für eine sich ändernde Nutzung und Wahrnehmung
von Medien. Falter-Chefredakteur Armin Thurnherr hat in einem
Kommentar vor wenigen Wochen geschrieben, er könne das Internet nicht
ernst nehmen - mit dem Zusatz: solange er nicht wüsste, welche
Personen hinter einem Online-Content stünden. Was er damit meinte:
Wichtig sei, dass Content durch qualifizierte Menschen ausgewählt
würde und diese auch entscheiden, was und auf welche Weise publiziert
wird. Genau das mache ein Qualitätsmedium aus - egal, ob die
Informationen über bedrucktes Papier zugänglich gemacht werden oder
über einen Webserver. Online lässt sich extrem schnell recherchieren.
Nichts desto weniger ist die Glaubwürdigkeit von Online-Informationen
von großer Bedeutung. Eine Quelle, auf die man sich verlassen kann,
hat ihren Sitz in Wien und ist die größte Nachrichtenagentur des
Landes - die APA. Die Wien-Redaktion, bestehend aus Gerald Mackinger,
Martin Fichter und Thomas Rieder, hat sich eines für Wien zwar
typischen aber dennoch schwer zu vermittelnden Themas angenommen, das
im Kontext von Infrastrukturberichterstattung schwer zu vermitteln
ist: der Tod. Genauer gesagt, eine neue Form der Bestattung: Die
WINFRA-Jury zeichnet in der Kategorie Internet den Beitrag der APA
Wien Redaktion "Öko-Urne in Grünanlage" aus, ein Feature über den
neuen Waldfriedhof am Zentralfriedhof. Der Beitrag in der
Online-Datenbank der APA, dem Online-Manager, besteht aus einem
Textfile und ist verknüpft mit Fotos einem Videoclip, der aus sehr
persönlicher Sicht Informationen über ein sensibles Thema vermittelt.
Das modernste Medium behandelt den Tod - auch das ist Wiener
Morbidität.
Sonderpreis der WINFRA-Jury
Autor: Michael Fröschl
Medium: Radio Wien Magazin
Titel: Fernkälte aus der Spittelau
Begründung der WINFRA-Jury:
Die WINFRA-Jury möchte ein Zeichen setzen und vergibt einen
Sonderpreis für die Auseinandersetzung mit einem besonders
zukunftsträchtigen Thema: Fernkälte. Fernwärme ist bekannt - aber
Fernkälte? In 20 Jahren werden wir mehr Energie für das Kühlen von
Räumen benötigen, als für das Heizen. Ein zweiter Blick lohnt sich
also. Fernkälte ist auf den ersten Blick ein sperriges Thema und
schwer zu vermitteln. Gerade deshalb war es der WINFRA Jury ein
besonderes Anliegen, einen Beitrag auszuzeichnen, der auf sehr
gelungene Art und Weise diese zukunftsweisende, innovative, Wiener
Technologie vermittelt. Kompakt und informativ aufbereitet hat
Michael Fröschl seinen Beitrag "Fernkälte aus der Spittelau", der im
Radio Wien Magazin gesendet wurde. Angesichts des Klimawandels eine
besonders auszeichnungswürdige journalistische Leistung, meint die
WINFRA-Jury. Denn die energiesparende und klimafreundliche Fernkälte
trägt wesentlich zur Verbesserung des Mikroklimas in Städten bei. Und
Wien ist nicht zuletzt deshalb die lebenswerteste Stadt der Welt,
weil besonders auf den Einsatz von klimafreundlichen Technologien
geachtet wird.
Fotos zur gestrigen WINFRA-Gala mit allen PreisträgerInnen und deren
prämierten Beiträgen sowie Informationen zum WINFRA 2010 und
Einreichmöglichkeiten dafür unter www.winfra.at.
Rückfragehinweis:
Mag. Robert Hierhold Wiener Stadtwerke Konzernpressesprecher Telefon: (01) 531 23-73973 [email protected] www.wienerstadtwerke.at/presse www.winfra.at
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