Arsenal im Jahr 2003 richtig bewertet - Verkaufspreise bestätigen Gutachten

Format Artikel "BIG Troubles: Brisantes Gutachten zerpflückt den Kauf von Bundeswohnungen" ohne Grundlage - Rechtliche Schritte gegen "Gutachter" werden eingeleitet

Wien (OTS) - Im Jahr 2003 wurden seitens der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) vier international zertifizierte unabhängige Sachverständige Detlev Groß, Heinz Muhr, Michael Reinberg und Alfons Metzger - alle Mitglieder der Royal Institution of Chartered Surveyors - mit der Bewertung eines Wohnportfolios beauftragt. Im Zuge der Erstellung dieser Gutachten wurden die in ganz Österreich liegenden Objekte mehrfach begangen, umfassende Datenerhebungen durchgeführt und entsprechend Recherchearbeit geleistet. Aufgrund Portfoliogröße und Komplexität der Liegenschaften wurde das Paket in vier Teilbereiche gegliedert. Nach Erstellung der Einzel-Gutachten erfolgten die Plausibilisierung und Zusammenführung der Ergebnisse im gemeinsamen Ausschuss. Daraus resultierte der Mindestkaufpreis von 112,2 Millionen Euro.

Das Arsenal war Teil des Wien Paketes. Im Jahr 2003 existierten dort keine genehmigten Zufahrtswege. Im besten Fall gab es eine Regelung über hoch komplizierte Servitutsverträge. Im Paket waren viele denkmalgeschützte Objekte mit erhöhten Instandhaltungsaufwendungen und sogar ertragslose Sonderimmobilien wie eine Kirche. Viele Wohnungen wurden als Dienst- und Naturalwohnungen an Ministerien zu einem sehr niedrigen Preis - rund 1,6 Euro pro Quadratmeter und Monat - unbefristet vermietet. Diese Vermietungssituation war nicht marktkonform. Generell wurde ein unterdurchschnittlicher Erhaltungszustand konstatiert. Selbstverständlich berücksichtigten die Gutachten potenzielle Dachbodenausbauten, sofern technisch möglich, wirtschaftlich sinnvoll und rechtlich zulässig. Die ermittelten Bodenwerte resultieren aus der damals aktuellen Flächenwidmung und den Bebauungsbestimmungen. Ein Großteil der Liegenschaft war als Parkschutzgebiet gewidmet.

Das Gutachten des Zivilingenieurs für Bauwesen Heinrich Oberessl wurde im Jahr 2009 erstellt. Zwischen den Gutachten sind sechs Jahre vergangen. Die Rahmenbedingungen sind nicht vergleichbar. Der Zentralbahnhof ist mittlerweile in Bau. Investoren haben andere Konditionen. Die aktuelle Ertragssituation der Häuser ist unbekannt. Die Höhe der zwischen 2003 und 2009 getätigten Investitionen ist unbekannt.

Der von Heinrich Oberessl ermittelte Verkehrswert ist somit nicht nachvollziehbar. Dem Zivilingenieur können die wertrelevanten Details zum Bewertungszeitpunkt Juni 2003 nicht bekannt sein. Die dazu erforderliche Befundaufnahme wurde von ihm nicht durchgeführt. Seine Behauptung das Arsenal wäre falsch bewertet worden, entbehrt also jeder Grundlage. Rechtliche Schritte werden eingeleitet.

Generell ist festzuhalten: Der ermittelte Mindestkaufpreis wurde durch den tatsächlich erzielten Erlös bestätigt.

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