• 27.11.2009, 08:45:55
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ÖHV bei Pröll: Gemeinsames Engagement für Wirtschaftsmotor Tourismus

Pröll: Tourismus muss bei nächstem Konjunkturpaket dabei sein

Wien (TP/OTS) - Bei der Erhöhung des ÖW-Budgets und der Verkürzung
der Abschreibungsdauer sind Finanzminister Pröll und die ÖHV auf
einer Linie. Für die geforderte Mehrwertsteuer-Senkung sieht er
keinen Spielraum. Die Zusammenarbeit zwischen Finanzministerium und
ÖHV wird intensiviert.

Einigkeit herrscht zwischen Finanzminister Josef Pröll und den
Präsidenten der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), Peter
Peer und Sepp Schellhorn: "Unser Tourismus muss wettbewerbsfähig
bleiben, was die Qualität des Angebots, die Bewerbung, die
Mitarbeiter und die Besteuerung angeht." Gleichzeitig hielten alle
Beteiligten fest, dass Förderungen speziell für den Tourismus
Begehrlichkeiten anderer Branchen wecken würden. Förderungen nach dem
Gießkannenprinzip quer über alle Branchen seien derzeit nicht
leistbar, die Folgekosten würden langfristig zur Belastung. "Aber
sollte ein neues Konjunkturpaket notwendig sein, müssen die
Anforderungen der Tourismuswirtschaft stärker berücksichtigt werden",
sagte Pröll, der die Zusammenarbeit mit der ÖHV vertiefen will, zu.

Konsens bei Erhöhung des ÖW-Budgets

Eindeutig hielt Pröll fest, dass er bei der Erhöhung des
ÖW-Budgets Potential sehe. Diesbezüglich sei er mit
Wirtschaftsminister Mitterlehner schon in Kontakt.
"Wirtschaftsminister Mitterlehner hat mit der Einmal-Erhöhung um 4
Mio. Euro eine richtige und wichtige Entscheidung getroffen: Die
Erhöhung kam rasch, und sie hat gewirkt. Jetzt geht es darum, Fehler
der Vergangenheit zu reparieren, die bisherigen Inflationsverluste
auszugleichen und weitere zu verhindern", erklärt Schellhorn.

Abschreibung optimieren

Höchste Priorität hat die Forcierung von Investitionen:
"Handlungsbedarf herrscht bei der Fremdkapitalbeschaffung und der
Absetzung", erklärt Peer. Pröll sagte zu, die Banken diesbezüglich zu
sensibilisieren. Ein Investitionsrückgang von bis zu 50 %, die eine
Befragung der österreichischen Top-Hotellerie aufzeigt, würde die
Hotellerie selbst und lokale Gewerbebetriebe massiv treffen:
"Hoteliers investieren zu 80 % im Umkreis von 90 km. Eine Studie von
KMU Forschung Austria zeigt im Gewerbe einen Auftragsrückgang um 11
%. Da müssen wir gegensteuern", so Schellhorn. Hilfreich wäre eine
Abschreibung über die Nutzungsdauer statt über 33 Jahre: "Das ist
rechtlich möglich, wird von den Finanzämtern aber in den wenigsten
Fällen akzeptiert. Da brauchen wir präzisere Richtlinien", erklärt
Peer.

MwSt: Senkung schwierig, doch Wettbewerbsfähigkeit muss gesichert
werden

"Eine Mehrwertsteuersenkung kann Finanzminister Pröll derzeit aus
Budgetgründen nicht durchführen. Wir sind uns aber einig, dass wir
wettbewerbsfähig bleiben müssen", verwies Peer auf die beschlossene
Senkung in Deutschland. Darüber, dass die derzeit diskutierte
MwSt-Erhöhung absurd und wirtschaftsfeindlich sei, war man sich
einig. "Ganz im Gegenteil, der Gesetzgeber muss sich an der
wirtschaftspolitischen Realität orientieren, und da geht der Trend in
die ganz andere Richtung", verweisen die Präsidenten auf den
Tourismusausschuss am 2. Dezember.

Die ÖHV vertritt die Interessen von über 1.100 Betrieben der
Ferien-, Konzern- und Stadthotellerie. Das ist der höchste
Mitgliederstand seit der Gründung der ÖHV. Die Bettenkapazität der
ÖHV-Mitgliedsbetriebe entspricht damit über 63% der Betten in der 4-
und 5-Sterne-Hotellerie. Diese Betriebe zeichnen sich durch
ausgeprägte Servicequalität, Spezialisierung und/oder nachhaltige
Innovationskraft aus. Die Mitgliedsbetriebe der ÖHV beschäftigen rund
40.000 Mitarbeiter, das sind 30 % aller Mitarbeiter in der
Beherbergung. Der Logisumsatz der ÖHV-Mitglieder beträgt ca. 900 Mio.
Euro.

Bildmaterial unter: http://www.tourismuspresse.at/redirect.php?oehv19

Weitere Pressemeldungen und Infos finden Sie unter
http://www.oehv.at

Rückfragehinweis:

Österreichische Hoteliervereinigung
   Hofburg
   1010 Wien
   
   Kontakt:
   Peter Peer, ÖHV-Präsident (Stadthotellerie)
   Novotel, Mercure und Suitehotel Österreich, Wien
   Tel.: +43 (0)1 599 01-550
   Sepp Schellhorn, ÖHV-Präsident (Ferienhotellerie)
   Hotel "Der Seehof", Goldegg
   Tel.: +43 (0)6415 8137
   mailto:office@oehv.at
   http://www.oehv.at

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