- 26.11.2009, 13:26:29
- /
- OTS0257 OTW0257
AUVA bei Enquete über Arbeitsfähigkeit in Wien
Internationale Experten diskutieren beste Strategien und Initiativen zur Förderung und Erhaltung von Arbeitsfähigkeit

Wien (OTS) - "Arbeit und Alter" sind zentrale Stichworte unserer
Zeit: Die Menschen werden immer älter und die Lebensarbeitszeit immer
länger. Gemeinsam mit der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt
(AUVA) und der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) lud das ÖPWZ am 26.
November zur 2. Enquete Arbeitsfähigkeit in die Oesterreichische
Nationalbank. "Wir präsentieren im Rahmen der Veranstaltung Projekte,
die zeigen, dass es möglich ist, Arbeitsfähigkeit bis ins hohe
Berufsalter zu fördern und zu erhalten", so Wilhelm Stejskal,
Mitglied der Geschäftsführung des ÖPWZ. Experten aus Österreich,
Deutschland und Norwegen diskutierten unter anderem die
Herausforderungen des demographischen Wandels für Politik,
Unternehmen und Gesundheitswesen, das Potenzial der Arbeitsfähigkeit
zur Bewältigung der Wirtschaftskrise sowie die Chancen und Grenzen
altersgerechten Arbeitens.
Projekt "Fit für die Zukunft" verbessert Arbeitsfähigkeit in
Österreich
Erste Ergebnisse des österreichischen Projekts "Fit für die
Zukunft", ins Leben gerufen von AUVA und PVA, mit dem Ziel, möglichst
lange Arbeitsfähigkeit zu gewährleisten, bestätigen: Die Zahl der
krankheitsbedingten Frühpensionen kann mit Maßnahmen zum
alternsgerechten Arbeiten deutlich verringert werden. Damit erlangt
das Thema gleichermaßen Bedeutung für Wirtschaft- und Sozialpolitik.
"Neben den wirtschaftlichen Interessen der Betriebe stehen bei 'Fit
für die Zukunft' vor allem die Gesundheit und die Sicherheit der
Beschäftigten im Vordergrund. Wer Arbeitsfähigkeit fördert, fördert
Leistungsfähigkeit und gleichzeitig die Lebensqualität der Menschen
im Arbeitsprozess", betont der Generaldirektor der AUVA, DI Peter
Vavken.
"Fit für die Zukunft" liegt ein standardisierter Prozess zugrunde,
der Arbeitsbedingungen und -belastungen auslotet, optimiert, umsetzt
und evaluiert. 21 Betriebe aus acht verschiedenen Branchen nehmen am
Projekt teil. Nach der Analyse- und der Umsetzungsphase werden in den
Betrieben mit den MitarbeiterInnen ausführliche Befragungen
durchgeführt. Die erste Evaluierungsphase ist voraussichtlich bis
2010 abgeschlossen. Der Projektabschluss ist für Mitte 2012 avisiert.
Als gesetzliche Unfallversicherung verfügt die AUVA sowohl über
die notwendige Beratungskompetenz sowie über den Zugang zu den
Betrieben, um bei der Verbesserung der Arbeitsfähigkeit beitragen zu
können. "Wir sind zuversichtlich, dass wir sowohl als Projektpartner
bei 'Fit für die Zukunft' als auch im Rahmen der Enquete wichtige
Impulse setzen können, um das Thema 'Arbeitsfähigkeit erhalten' in
Österreich weiter voranzutreiben", so Vavken.
Arbeitsfähigkeit beschreibt das Potenzial eines Arbeitnehmers,
eine Anforderung zu einem bestimmten Zeitpunkt unter vorgegebenen
Bedingungen zu bewältigen. Passen die Arbeitsinhalte zu den
Fähigkeiten, die sich im Laufe der Jahre altersbedingt verändern,
dann kann die Arbeitsfähigkeit bis ins höhere Berufsalter erhalten
bleiben. Zu altersbedingten Veränderungen zählen einerseits die
Abnahme der körperlichen Leistungsfähigkeit sowie andererseits die
Zunahme von mentalen und sozialen Fähigkeiten, wie Urteilsvermögen
und Weitsicht.
Über die AUVA: Soziale Unfallversicherung für rund 4,6 Millionen
Versicherte
Bei der AUVA sind rund 4,6 Mio. Personen gesetzlich gegen
Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 1,3 Mio. Arbeiter,
1,6 Mio. Angestellte, 400.000 Selbständige sowie 1,3 Mio. Schüler und
Studenten. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben als soziale
Unfallversicherung überwiegend aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber.
Diese zahlen 1,4 Prozent der monatlichen Bruttolohnsumme jedes
Dienstnehmers (bis zur Höchstbeitragsgrundlage von 4.020,00 Euro) als
Unfallversicherungsbeitrag ein.
Prävention ist die vorrangige Kernaufgabe der AUVA, weil sich
damit das Schadensgeschehen ursächlich beeinflussen lässt. Prävention
- also die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung von
Berufskrankheiten - senkt die Kosten für die Heilbehandlung, die
Rehabilitation und die finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am
wirksamsten. Die AUVA hat sich daher nie als "Verwalter" von
Arbeitsunfällen betrachtet oder sich darauf beschränkt, "nur" die
Haftung der Arbeitgeber im Falle von Arbeitsunfällen oder
Berufskrankheiten zu übernehmen. Die AUVA hat es immer als ihre
vorrangige Aufgabe angesehen, aktiv und offensiv Arbeitsunfälle zu
verhüten: etwa durch intensive Aufklärung über Gefahren am
Arbeitsplatz, Information oder Motivation der Arbeitgeber und
Arbeitnehmer, durch Forschung oder durch vorbeugende Betreuung von
besonders bedrohten Versicherten. In die Säule Prävention wurden 2008
rund 61 Mio. Euro investiert.
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
und Anforderung von Bildmaterial: AUVA - Sicherheitsmarketing und Presse Dr. Wilfried Friedl Adalbert-Stifter-Straße 65, 1200 Wien Tel.: +43 1 33 111-530 E-Mail: [email protected] Web: www.auva.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NAU






