- 26.11.2009, 08:47:40
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ÖAMTC-Navi-Test mit markeninternem Preisduell: Teurer heißt nicht immer besser (+Fotos)
Unter 16 Probanden kein "sehr gut", Becker-Navis sowohl bei Einsteiger- als auch Premiumgeräten Testsieger
Wien (OTS) - Navigationsgeräte sind beliebte Weihnachtsgeschenke,
aber selbst für die Liebsten will man nicht immer ein Vermögen
ausgeben. Der ÖAMTC hat jetzt 16 neu am Markt befindliche mobile
Navigationsgeräte getestet. Im Test wurde nicht nur die Qualität der
Geräte auf Herz und Nieren geprüft. Acht Einsteigermodelle und acht
Premiumgeräte der jeweils selben Marke traten außerdem im direkten
Preisduell gegeneinander an.
Daraus ergibt sich folgendes Fazit: "Der Anbieter Becker stellt
sowohl beim Einsteigermodell als auch beim hochklassigen Navi-Modell
den Sieger und zeigt somit vor, welche Anforderungen ein gutes Navi
heute erfüllen kann und muss", beschreibt ÖAMTC-Techniker Steffan
Kerbl. Und für Weihnachtsengerl mit Qualitätsbewusstsein, aber
schmalen Geldtaschen, gibt es eine gute Nachricht: Gleich bei drei
Navi-Anbietern schnitt das billigere Einsteigermodell im direkten
Vergleich besser ab als das höherpreisige Premiummodell. "Manchmal
fährt man mit dem günstigeren Gerät besser", sagt der ÖAMTC-Experte.
Die Mindestanforderung, die ein alltagstaugliches Navi erfüllen
sollte, sind eine schnelle Routenplanung, gute Lesbarkeit und die
Funktion Traffic Message Channel (TMC, Integration von aktuellen
Verkehrsmeldungen wie Baustellen, Staus und Straßenzustand). "Ein
Navi ohne TMC ist wenig sinnvoll. Jeder will beispielsweise Staus
umgehen oder vor Unfallgefahren gewarnt werden", sagt der
ÖAMTC-Techniker.
Verlierer im markeninternen Preisduell sind die Premiumgeräte von
a-rival, Mio und NavGear. Alle drei sind teurer als ihre billigeren
"kleinen Geschwister", konnten aber nur mit der schlechtesten Note im
Test ("Genügend") beurteilt werden.
Gutes und weniger Gutes aus dem Testergebnis
Mit "gut" wurden acht Navis bewertet:
* Testsieger Becker Z205 (256 Euro): Punktet mit übersichtlichen
Grafiken, Splitscreen, neuartiger Spracheingabe und guter
Sprachausgabe. Die Halterung ist perfekt, die Zieleingabe auch über
Koordinaten möglich. Verbesserungspotenzial bei Lautstärkeregelung
und Hauptschalter.
* Becker Z103 (158 Euro): Einsteigermodell mit TMC, gute Grafik und
Lesbarkeit. Positionsbestimmung und Routenneuberechnung funktionieren
schnell. TMC in Halterung. Verbesserungspotenzial bei
Lautstärkeregelung und Hauptschalter, Karten sind bereits ein Jahr
alt.
* Falk F12 (339 Euro): Gute Grafik, Splitscreen, Routenführung und
Spurassistent sehr gut, Reiseführerfunktion. Schwächen gibt es laut
ÖAMTC-Test bei der Halterung und bei der Mehrstopp-Routenplanung, bei
der man spätere Ziele manuell starten muss.
* Medion P4445 (229 Euro): Übersichtliche Darstellung, schnelle
Neuberechnung, Zieleingabe auch über Koordinaten. Nachteile: Keine
Aktivhalterung und veraltete Karten.
* Navigon 8410 (449 Euro): Tolle Grafik, teilweise sogar
fotorealistisch, viele Zusatztools wie Park-und Spurassistent. Ist
zeitweise reaktionsträge und fährt langsam hoch, TMC-Empfang
schwankend.
* Garmin 1490T (269 Euro): Schlankes Gerät, einfache Bedienung.
Vibrationsfreie Halterung, Eco-Navigation. Schwächen sind kurze
Akkulaufzeit und Grammatik.
* Falk M4 (130 Euro): Kleines kompaktes Gerät mit integriertem TMC.
Gute Grafik und Routenführung, ansprechende Verarbeitung. Allerdings
keine Aktivhalterung, geringe Akkulaufzeit.
* Navigon 1400 (129 Euro): Gutes Gerät. Hervorragend bei der
Sprachausgabe und der graphischen Darstellung. Nachteil: kein TMC,
nicht immer optimale Routenwahl.
"Befriedigend" wurde fünf Mal vergeben, an:
* Medion E4145 (129 Euro): Gut ausgestattetes Navi mit
übersichtlicher Darstellung und schneller Neuberechnung. Manko: kein
TMC, keine Aktivhalterung, Karten ein Jahr alt.
* NavGear V35-1 (100 Euro): Gute Grafik, sehr gute Routenführung.
Zieleingabe über Koordinaten möglich. Schwächen bei der Akkulaufzeit
und beim Sat-Kontakt, "Außerdem gibt es TMC nur gegen Aufpreis", sagt
der ÖAMTC-Techniker.
* Garmin Nüvi 1240 (125 Euro): Klein und sehr kompakt, einfach zu
bedienen. Aber weder TMC noch Spurassistent, schlechte Grammatik.
* Mio Moov M305 (100 Euro): Schnelle Positionsbestimmung und viele
Funktionen. Jedoch kontrastarme und schwache grafische Darstellung,
keine Routenberechnung ohne Sat-Kontakt.
Für ein "genügend" reichte es bei:
* Mio Moov Spirit V505TV (229 Euro): Großer Schirm,
Text-to-speech-Funktion. Nachteilig ist die umständliche Bedienung,
kein TMC, schlechte Menüführung, unpraktische Halterung, Akku
schwach, Routenberechnung nur mit Sat-Kontakt.
* NavGear GT 50T (170 Euro): Schlankes Gerät mit guter Grafik,
Top-Sprachausgabe, Koordinaten-Zieleingabe möglich. Große Schwäche
bei der Routenberechnung, schlechter GPS-Empfang, spiegelndes,
empfindliches Display, Halterung umständlich.
* a-rival PN43 (139 Euro): Gut verarbeitet, flach, angenehme
Nachtfarben, perfekte Zieleingabe (auch über Koordinaten möglich).
Aber große Schwächen bei Routenberechung (schwacher Sat-Empfang,
Positionsverlust) und bei der Bedienung (Grafik grob,
unübersichtliche Zusatzinfos), Sprechstimme unangenehm.
Die in diesem Test geprüften Navigationsgeräte spiegeln das
Angebot von neuen Geräten im September 2009 wider. "Der Marktführer
TomTom hatte zu diesem Zeitpunkt kein neues Gerät gegenüber dem
vergangenen Test im Frühjahr 2009 auf dem Markt und war aus diesem
Grund beim Test nicht dabei", erklärt der ÖAMTC-Techniker.
Aviso an die Redaktionen:
Bildmaterial zu dieser Aussendung ist unter www.oeamtc.at/presse
abrufbar und kann auch telefonisch unter +43 (0)1 711 99-1218
angefordert werden. Mehr Informationen findet man auf der Homepage
des Clubs unter www.oeamtc.at/tests .
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit, Eva Käßmayer, Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218, mailto:[email protected], http://www.oeamtc.at
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