Raiffeisen-Capo Ferdinand "Ferry" Maier prescht vor:

"ÖVP soll die Hofburg-Wahl freigeben!"

Wien (OTS) - In der Frage Bundespräsidentschafts-Wahl taumelt die ÖVP in ein "vermurkstes" Desaster, wie dies Steiermarks VP-Chef Hermann Schützenhöfer treffend formuliert. In der neuesten Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS geht der Generalsekretär des österr. Raiffeisenverbandes, Ferdinand "Ferry" Maier, er ist auch einflussreichster ÖVP-Nationalratsabgeordneter, einen Schritt weiter:
Er empfiehlt der Bundespartei rund um Vizekanzler Josef Pröll dringendst, nunmehr die Hofburgwahl jedenfalls ohne eigenen Kandidaten zu bestreiten und den April-Wahlgang überhaupt für die Partei-Sympathisanten "freizugeben."

Dabei, so wurde NEWS bestätigt, hatte es unmittelbar vor der Wiederkandidatur-Ankündigung von Amtsinhaber Heinz Fischer innerhalb der ÖVP noch letzte, merkwürdige Rettungsversuche gegeben: Obwohl wesentliche Teile der Partei, die Länder Vorarlberg und Tirol sowie die Wirtschaft noch im Oktober eine allfällige Kandidatur von Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll strikt abgelehnt hatten und Erwin Pröll auch daraufhin seinen Verzicht erklärte, versuchten ÖVP-Granden in letzter Sekunde offenbar die Volte rückwärts: In Geheimgesprächen beknieten Parteichef Josef Pröll sowie die Landesparteichefs Schützenhöfer (Stmk.) und Josef Pühringer (OÖ.) noch in der Vorwoche eben jenen LH Erwin Pröll, seinen Verzicht "nochmals zu überdenken" und fragten ihn dreimal, "ob sein Kandidatur-Nein endgültig sei." Und bissen beim darob eher verblüfften Onkel des Parteichefs prompt auf Granit - er lasse sich nicht zum Politkasperl machen, sein Nein heiße endgültig Nein!

Rückfragen & Kontakt:

Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NES0005