• 24.11.2009, 19:57:48
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Neues Volksblatt: "Sensibilität" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 25. November 2009

Linz (OTS) - Im kommenden Jahr muss fast ein Drittel der
oberösterreichischen Wohnbauförderungsmittel als Wohnbeihilfe
ausgeschüttet werden. Da erscheint es nur berechtigt zu fragen, ob
das auch sein muss - zumal es an sich schon ein wenig paradox ist,
dass man das Wohnen in ohnehin geförderten Wohnungen noch einmal
fördern muss, um es leistbar zu machen. Jedenfalls, der Sache soll
nun auf den Grund gegangen werden, womit man schon wieder mitten
drinnen ist in der Debatte um die Transparenz bei sozialen Transfers.
Denn, so glauben sowohl OÖVP-Politiker als auch der zuständige
FPÖ-Wohnbaulandesrat, es dürfte bei der Erlangung einer Wohnbeihilfe
nicht immer mit rechten Dingen zugehen. In Zeiten knapper Budgets
muss umso mehr darauf geschaut werden, dass die vorhandenen Mittel
tatsächlich dorthin fließen, wo sie gebraucht werden. Kontrolle ist
hier angesagt, es gilt aber auch, die Sache beim Namen zu nennen. Wer
sich ungerechtfertigte Sozialleistungen erschleicht, begeht
Sozialbetrug. Das mag in guten Zeiten als Kavaliersdelikt gelten, was
freilich nichts an der Unrechtmäßigkeit ändert.
Die Diskussion um das Sozialkonto ist gut - denn schon damit sorgt
man für mehr Sensibilität beim Umgang mit öffentlichen Mitteln.

Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

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