• 24.11.2009, 16:18:20
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Schöffmann: Neues Mittelschul-Modell schafft Ungerechtigkeit

Alle Hauptschulen durch das neue Mittelschul-Modell ungerecht behandelt. SP-Schmied muss Gerechtigkeit schaffen: Gleiche Ressourcen für alle Schulen

Klagenfurt (OTS) - "Hauptschulen, die bisher erfolgreich
gearbeitet haben und auch Schwerpunkte wie beispielsweise Musik,
Sport, Informatik oder Italienisch gesetzt haben, werden durch das
neue Modell der Mittelschule völlig benachteiligt", sagt heute
ÖVP-Landtagsabgeordnete und Bildungssprecherin Claudia Schöffmann.
Denn die Hauptschulen müssten, um am neuen Mittelschul-Modell
teilnehmen zu können, ihre Struktur komplett ändern.

"Die Schulen müssen ihren bewährten Unterrichtsstil ändern, um
zusätzliche Ressourcen aus dem Mittelschulmodell zu bekommen. Schmied
muss diese Ungerechtigkeit sofort beseitigen und für gleiche
Ressourcen für alle bestehenden Schulen sorgen", fordert Schöffmann.

Anders sei auch eine Vergleichbarkeit der Schulen nicht möglich.
Bis dato sei auch noch keine Evaluierung erfolgt, die belege, dass
die neue Mittelschule ein Erfolg ist, richtet Schöffmann
Bildungsreferenten Scheuch aus. In Kärnten würde der Schulversuch
seit einem Jahr erst an zwei Standorten stattfinden. "Der jetzige
Zulauf alleine ist kein Indiz für den Erfolg dieses Schulmodells.
Erst eine Evaluierung nach Aufhebung der Ungerechtigkeiten kann
deutlich machen, wie erfolgreich die neue Mittelschule für die
Ausbildung unserer Kinder ist", so Schöffmann.

Gerade Hautschulen in den ländlichen Gebieten leisten mit ihren
Schwerpunkten hervorragende Bildungsarbeit. "Warum sollen diese
Schulen ihren bewährten und geschätzten Unterrichtsstil ändern? Die
Bildungsministerin muss endlich über den Wiener Tellerrand
hinausschauen", so Schöffmann. Der Zwang, bewährte Unterrichtsformen
aufgeben zu müssen, wäre auch ein weiterer Schlag ins Gesicht der
Schulautonomie.

"Wir wollen in der Bildung weder einen Kahlschlag bestehender
Strukturen noch ein Festhalten an längst überholten Ideologien. Wir
wollen in der Bildung mehr Qualität und das verlangt eben mehr
Flexibilität", hält Schöffmann fest.

Wenn Schmied die Bildung der Kinder und Jugendlichen wirklich etwas
wert sei, dann müsse es möglich sein, Bewährtes zu erhalten und Neues
zuzulassen. "Es wird auch bei Ministerin Schmied schon angekommen
sein, dass jede Investition in die Bildung eine Investition in die
Zukunft ist. Ein Über-den-Kamm-scheren ist weder zeitgemäß noch
zukunftsträchtig. Das ist höchstens uralte sozialistische
Bildungspolitik", sagt Schöffmann. (Schluss)

Rückfragehinweis:
Kärntner Volkspartei
Tel.: +43 (0)463 5862 14, Fax: +43 (0)463 5862 17
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