- 24.11.2009, 12:47:37
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ÖH WU: Derzeitige Studieneingangsphase nicht zielführend - Alternativen müssen angedacht werden
Aktuelle STEP kostet viel Zeit und Nerven, bringt aber wenig
Wien (OTS) - Die Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der
Wirtschaftsuniversität Wien (ÖH WU) spricht sich in einer ersten
Reaktion auf den gestern bekannt gewordenen Antrag gemäß §124b des
Rektorats für eine fundamentale Reformierung des momentanen
Studienplans, vorallem aber der Studieneingangsphase (STEP) aus.
ÖH-WU-Vorsitzender Stefan Kilga: "Die 2-semestrige
Studieneingangphase unter den momentanen Bedingungen ist viel zu lang
und teilweise äußerst unausgewogen. Das zeigt sich insbesondere in
dem Umstand, dass sie anscheinend weitestgehend den Zweck der
Selektion und nicht der Wissensvermittlung erfüllt. Vorallem die
Multiple-Choice-Massenprüfungen sind dafür verantwortlich, dass viele
Studierenden dazu verleitet werden, nur darauf hin zu lernen, die
Prüfungen irgendwie zu bestehen, um in den zweiten Abschnitt zu
gelangen. Nach mittlerweile 6 Semestern mit STEP an der WU lässt sich
feststellen, dass diese bedauerlicherweise hohen Zeit- und
Lernaufwand mit geringer Wissensvermittlung suboptimal verbindet. Ein
insgesamt höchst unzufriedenstellendes Ergebnis, daran muss sich
etwas ändern."
Besondere Kritik übt die ÖH WU auch am Umgang mit den Studierenden.
"Es soll uns vorgegaukelt werden, dass alle studieren können; defacto
wird mit der STEP über mehr als ein Jahr selektiert. Erst im 2.
Abschnitt kann sich die WU ernsthaft mit der Wissensvermittlung an
ihre Studierenden beschäftigen. Bei einem dreijährigen
Bachelorstudium bleiben dann gerade nur einmal 2 Jahre Zeit um
wirklich studieren zu können. Aus unserer Sicht, ist das viel zu
wenig Zeit."
Zu den Plänen des Rektorats, neue Aufnahmebedingungen festzulegen,
stellt die ÖH WU fest: "Eine Überarbeitung der momentanen STEP ist
dringend notwendig. Sollte das Rektorat qualitative oder quantitative
Zugangsregelungen erlassen, so muss sich das Studium nach einer
solchen Aufnahme fundamental ändern. Kleinere Lehrveranstaltungen und
wesentlich bessere Betreuung müssen dann vom ersten Tag an zur
Tagesordnung gehören. Auch ein Abschluss des Studiums in
Regelstudienzeit soll dann auch wieder für mehr als einer Minderheit
von derzeit weniger als 5 % der Studienanfänger möglich sein.
Ausreden über Massenstudien und zu wenig Platz lassen wir dann nicht
mehr gelten."
Abschließend betont die ÖH WU, dass für alle, die unter den jetzigen
Bedingungen zu studieren begonnen haben, großzügige Übergangsfristen
notwendig sein werden. "Wer erst vor kurzem sein Studium begonnen
hat, muss noch ausreichend Zeit haben, die STEP beziehungsweise sein
Studium erfolgreich zu absolvieren.", bekräftigt Kilga abschließend.
Rückfragehinweis:
Peter Schweinberger, Pressesprecher
Email: [email protected]
Tel.: +43 699 19711287
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