• 24.11.2009, 08:25:17
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Glücksspiel : Die meisten Ausgaben schon längst für Glücksspiele und Wetten im Internet!

Über 37 % aller Haushaltsausgaben für Glücksspiel werden bereits online ausgegeben - nur noch 16,6% für alle Spielautomaten im Land.

Wien (OTS) - Den 2. Platz halten mit 32,7 % Anteil 6 aus 45,
sonstige Lotterien, Rubbellose, Klassenlose und ähnliches
zusammengenommen. Am letzten Platz sind mit 6,3 % Anteil die
österreichischen Casinos zu finden. Sportwetten sind mit 6,7 % dabei.
Die neuen Zahlen für 2009 sind von Regioplan Consulting vorgestellt
worden, welche die österreichischen Haushaltsausgaben inzwischen seit
18 Jahren erhebt.

Vollkommen unverständlich bleibt bei einer solchen Realität die
Vorgangsweise der Verantwortlichen im Finanzministerium ! Die
rasanten Entwicklungen und die Bedürfnisse der Konsumenten zu
ignorieren ist weder zeitgemäß noch wirksam. Auch die
bekanntgewordenen, vorgeblichen, Notwendigkeiten für Spieler- und
Jugendschutz haben mehr mit möglicher Marktmanipulation und weniger
mit der Sorge um die Konsumenten zu tun.

Gesetze sollen auf Basis solider Daten und harter Fakten
zukunftsorientiert erstellt werden und nicht auf überholte Meinungen,
verstaubten Glauben, Wunschdenken und längst entlarvten Irrtümern
beruhen. Die ständige Berufung auf pathologische Sichtweisen für eine
sehr kleine Minderheit ersetzt keineswegs eine korrekte, rechtlich
einwandfreie, Vorgangsweise! Am 14. Jänner 2010 prüft der EUGH in
Luxemburg die Begründungen des österreichischen Glücksspielmonopols
und seine Vereinbarkeit mit gültigem Europarecht. Behandelt werden
die Vorlageverfahren C-64/08, 235/08 und C-116/09. Der EUGH hat die
Vorlagefragen unter C-347/09 veröffentlicht.

Der Automatenverband.at fordert deshalb, dass zuerst die
europäische Rechtslage zu berücksichtigen und der Rechtsprechung des
EUGH Folge zu leisten ist, um weitere Schäden und Amtshaftungen zu
vermeiden. Weiters sind 2010 die Resultate zwei verschiedener,
erstmalig überhaupt stattfindender, Studien über die Prävalenz der
Spielsucht in Österreich abzuwarten. Nur so, mit echten Daten, statt
auf Basis unseriöser und missbräuchlicher Mutmaßungen, kann man
ordnungspolitisch sinnvolle Gesetze beschließen. Ein möglicher
Husch-Pfusch-Initiativantrag, der spekulativ im Raum steht, kann nur
etwaigen Marktmanipulationen dienen.

Rückfragehinweis:
Helmut Kafka, Pressesprecher,
Automatenverband.at, Tel.: 01-920 33 33

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AUT

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