- 22.11.2009, 09:00:14
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"trend": Magna-Chef Wolf will Arbeitskräfte flexibler einsetzen
Magna-Chef Siegfried Wolf fordert flexible Arbeitszeitmodelle sowie Frühpensionen für schlecht vermittelbare Arbeitskräfte.
Wien (OTS) - Kurzarbeit und teilweiser Lohnverzicht, wie zum
Beispiel bei Magna, helfen nur temporär über die Krise, sagt
Magna-Chef Siegfried Wolf im Interview mit dem Montag erscheinenden
Wirtschaftsmagazin "trend". Wolf fordert deshalb mehr Flexibilität:
"Work-on-Demand heißt das Stichwort. Die Durchrechnungszeiträume
müssen so gestaltet werden, dass immer dann gearbeitet werden kann,
wenn es notwendig ist."
Die Krise sei eine historische Chance zur Flexibilisierung, so Wolf
weiter, "wir müssen in Österreich mutig sein und auch über radikal
Neues nachdenken." Etwa über die Frage, wie die Gesellschaft künftig
mit schlechter Gebildeten und schwer Vermittelbaren umgehen soll.
"Wir müssen überlegen, wie wir diese Menschen ins Sozialgefüge
integrieren. Wir müssen in Bildung investieren, aber auch zum
Beispiel über frühzeitige Pensionierungen nachdenken." Dies sei
wichtig, um den sozialen Frieden zu erhalten, so Wolf, "sonst werden
wir eine Zunahme der Aggression erleben".
Wolfs Engagement in dieser Frage kommt nicht von ungefähr. Die
Auftragssituation im Grazer Assemblingwerk ist gegenüber dem
Spitzenjahr 2006 von 250.000 Autos mittlerweile auf ein Drittel
geschrumpft. Die Mitarbeiterzahl wurden im Zuge dessen bereits von
9500 auf 5500 fast halbiert. Und für 2010 ist keinerlei Entspannung
in Sicht. Es ist sogar fraglich, ob die fürs kommende Jahr
prognostizierten Stückzahlen von 60.000 bis 80.000 gehalten werden
können. Sublieferanten von Magna halten eher 30.000 bis 40.000 Stück
für wahrscheinlich. Wolf dazu: "Graz ist kein Problem, sondern ein
wettbewerbsfähiger Standort." Aber: "Die momentane Unterauslastung
drückt uns schon."
Rückfragehinweis:
trend Redaktion, Tel.: (01) 534 70/3402
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