• 20.11.2009, 11:25:07
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Sichtbarkeit ist Sicherheit: Jetzt helle und reflektierende Kleidung am Schulweg - vor allem Schulanfänger in Gefahr

Wien (OTS) - Sichtbarkeit ist Sicherheit: Dies gilt für alle
Verkehrsteilnehmer in diesen Tagen, besonders für Fußgänger und
Schulanfänger. Die Unfallverhütungsexperten der AUVA Landesstelle
Wien raten zu heller, reflektierender Kleidung, Kontrolle der
Fahrzeugbeleuchtung und haben wichtige Tipps für Schulkinder und ihre
Eltern.

Alle Jahre wieder: Die trübe Jahreszeit mit Regen, Nebel,
schlechter Sicht hat Einzug gehalten. Ein wichtiges Thema, das sich
Autofahrern und Fußgängern stellt. Die Kontrolle der
Fahrzeugbeleuchtung hilft, besser zu sehen und gesehen zu werden.
Viele Radfahrer und Fußgänger denken nicht daran, dass sie bei
schlechten Sichtverhältnissen kaum oder erst sehr spät wahrgenommen
werden. Das gilt insbesondere für Kinder, die in der Früh zu Fuß in
die Schule unterwegs sind.

Dämmerung und Dunkelheit sind verantwortlich für viele Unfälle, in
die Kinder verwickelt sind. Wie die aktuelle Wegeunfallstatistik der
AUVA belegt, verunglücken pro Jahr in Österreich zwischen fünf und
neun Uhr rund 1.400 Kinder auf den Weg zur Schule. Für Wien,
Niederösterreich und Burgenland sind es rund 500 SchülerInnen pro
Jahr. Sturz und Fall sowie Fahrzeuge und andere Beförderungsmittel
lösen zu nahezu gleichen Teilen 84 Prozent dieser Unfälle in der Früh
aus.

Risikogruppe Schulkinder

"In der kalten Jahreszeit werden Schulwege meist bei Dunkelheit
zurückgelegt: am frühen Morgen oder am späten Nachmittag. Kinder sind
auf der Straße naturgemäß besonders gefährdet - sie sind den
Herausforderungen des Straßenverkehrs im wahrsten Sinne des Wortes
noch nicht gewachsen. Besonders Schulanfänger haben es unter den
schlechteren Sichtbedingungen schwer. Zwar kennen sie ihren Schulweg
mittlerweile recht gut, die neue Gefahrenquelle ist ihnen aber noch
nicht bewusst. Sie erkennen kaum, dass jetzt ganz andere Bedingungen
herrschen. Besonders riskant wird es, wenn die Kinder noch dazu
dunkel gekleidet sind." sagt Judith Wölfl, Schulexpertin des
Unfallverhütungsdienstes der AUVA Landesstelle Wien.

Auf den Kontrast kommt es an

Aufgrund der Dämmerungssehschärfe können Autofahrer einen dunkel
gekleideten Fußgänger weder auf unbeleuchteten Freilandstraßen noch
an beleuchteten Straßen gut wahrnehmen. Viele Fußgänger - speziell
Kinder - glauben leider, an beleuchteten Stellen sicher zu sein und
gut gesehen zu werden.

Die Sichtbarkeit wird durch den Kontrast zum Hintergrund bestimmt.
Da dunkle Kleidung einfallendes Licht nur unzureichend reflektiert,
entsteht kein deutlicher Kontrast zum ebenfalls dunklen Hintergrund -
der Betrachter kann wenig erkennen. Abhilfe bietet reflektierende
Kleidung: Diese fällt auf und springt dem Autofahrer sofort ins Auge.

Sichtbarkeit ist Sicherheit

Viele Unfälle könnten vermieden werden, wenn Kinder für Autofahrer
besser sichtbar wären. Reflektierende Kleidung und Materialien
vergrößern die Sichtdistanz um bis zu 100 Meter. Dazu einige Fakten:

- Ein dunkel gekleidetes Kind, das zu Fuß unterwegs ist,
wird in der Dunkelheit oder bei schlechter Sicht im Abblendlicht
vom Autofahrer erst aus 25 bis 30 Meter wahrgenommen. Je nach
Witterung und Geschwindigkeit können 30 Meter schon zu wenig sein,
um rechtzeitig anzuhalten oder auszuweichen.
- Hell und kontrastreich gekleidet wird ein Kind schon aus einer
Entfernung von 40, 50 Metern erkannt.
- Reflektoren an Kleidung und Taschen erhöhen die Sichtdistanz auf
lebenswichtige 130 bis 160 Meter und geben allen genügend Zeit,
sich darauf einzustellen.

AUVA für Sichtbarkeit

Gut sichtbare, helle Farben und Reflektoren minimieren die
Unfallgefahr im Straßenverkehr und stellen einen wesentlichen
Sicherheitsfaktor dar. Deshalb unterstützt die AUVA entsprechende
Aktionen und Projekte und stellt Schulen kostenlose Unterrichtsmedien
zur Verfügung.

- Die AUVA unterstützt die Aktion "Mach dich sichtbar" des
Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur. SchülerInnen
der 1. bis 4. Schulstufen sollen dazu animiert werden, auf der
Straße reflektierende Materialien zu tragen. Lustige Reflexbänder
und Buttons zum Aufnähen und Aufbügeln können in der Schule zum
Selbstkostenpreis erworben werden. Der Phantasie sind dabei keine
Grenzen gesetzt. (Nähere Infos: www.h-e.at/sichtbar.at)
- Die AUVA bietet auf ihrer Homepage www.auva.at unter der Rubrik
Schulinfo Unterrichtsmaterialien, die sich auch mit der
Sichtbarkeit im Straßenverkehr beschäftigen. Die
Unterrichtsmaterialien sind für Lehrer kostenlos zu beziehen.

Tipps für Eltern:

- Kleiden Sie sich und Ihr Kind so hell wie nur möglich. Im Handel
gibt es Jacken, Anoraks, Mützen, Schuhe etc mit bereits
eingearbeitetem reflektierendem Material.
- Bereits vorhandene Kleidung kann mit Reflexmaterialien der "Aktion
mach dich sichtbar" oder Pendelblitzen, reflektierenden Klebern,
Anhängern etc. nachgerüstet werden. Wichtig ist, die
reflektierenden Accessoires auch seitlich anzubringen, damit sie
beim Überqueren der Fahrbahn von den Autolenkern gesehen werden.
- Schultaschen und Rucksäcke sollten auffällige, helle Farben und
lichtreflektierenden Flächen auf der Vorderseite, den Seitenteilen
und den Tragriemen haben.
- Kinder unbedingt beim Aussuchen mitentscheiden lassen. So haben
sie mehr Spaß am Tragen und passen besser auf ihre Sachen auf.
- Bei regnerischem Wetter leuchtende Regenbekleidung und
reflektierende Schirme verwenden.
- Es kommt aber nicht nur auf die richtige Kleidung an, sondern vor
allem auf das richtige Verhalten, d.h. unbedingt Ampel und
Zebrastreifen nutzen, nicht an unübersichtlichen Stellen queren
und auf Landstraßen links gehen.

Fotos: http://83.164.133.17/pindownload/login.do?pin=6RP71

Rückfragehinweis:
Gabriela Würth, GWK,
Tel.: 02242-38300, 0676-33 24 879
E-Mail: [email protected]
Web: www.auva.at/wien

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