• 19.11.2009, 16:17:58
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  • OTS0321 OTW0321

Ruf nach Abtreibungsstatistik wird immer lauter

Oberösterreich-Sektion der "Aktion Leben" schlägt Regelung wie bei künstlicher Befruchtung vor

Linz, 19.11.2009 (KAP) Eine Statistik über Schwangerschaftsabbruch
abzulehnen, bedeutet, "sich vor der gemeinsamen Verantwortung für
die Schaffung einer kinder- und elternfreundlichen Gesellschaft zu
drücken": Das betonte die Oberösterreich-Sektion der "Aktion Leben"
in einer Presseaussendung am Donnerstag, in der sie die Forderung
von Staatssekretärin Christine Marek und Ärztekammer nach einer
entsprechenden Erhebung über Abtreibungen und deren Motive
unterstützt. Wie die Vorsitzende der "Aktion Leben-Oberösterreich",
Landtagsabgeordnete Doris Schulz, erklärte, dürften konkreten
Umsetzungsschritten keine "Stolpersteine" in den Weg gelegt werden.

Die genaue Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Österreich sei
schwierig zu erheben. "Wir schätzen, dass etwa 50 Prozent der
Abbrüche privat in ärztlichen Ordinationen und nicht in Kliniken
durchgeführt werden", so Schulz. Sie verlangte eine Umstrukturierung
der medizinischen Praxis und ein Eingriffsrecht ausschließlich für
Gynäkologen.

Die "Aktion Leben" schlägt unter Berufung auf den Mediziner Prim.
Gernot Tews vor, Schwangerschaftsabbrüche so wie Inseminationen bei
künstlicher Befruchtung zu administrieren. Diese Inseminationen
dürften nur genehmigte Fachärzte bzw. Kliniken durchführen, sie
hätten eine Meldepflicht für jeden In-vitro-Fertilisationseingriff.
Die Folge seien seriöse Statistiken. Für eine analoge Regelung bei
Abtreibungen brauche es politischen Willen und Zusammenarbeit mit
den Ärzten, erläuterte die oberösterreichische "Aktion Leben".

(ende)
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