Gesundheitsministerium präsentiert Antibiotika-Resistenzbericht AURES

Österreich vorbildlich bei Vollständigkeit und Qualität der Daten

Wien (OTS/BMG) - Rechtzeitig zum "Europäischen Antibiotikatag",
der heute Mittwoch zum zweiten Mal begangen wird, präsentiert das Gesundheitsministerium die neue Ausgabe des Resistenzberichtes AURES der Öffentlichkeit. Der Bericht wird vom nationalen Referenzzentrum für nosokomiale Infektionen und Antibiotikaresistenz im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit erstellt und fasst die Daten aus Österreich zur Antibiotikaresistenz und zum Verbrauch antimikrobieller Substanzen zusammen. Damit bietet der AURES 2008 einen nachhaltigen, vergleichbaren und repräsentativen Überblick über die aktuelle Situation in Österreich. AURES gilt in der Fachwelt als unverzichtbare Datensammlung.

Moderne Medizin wäre ohne Antibiotika nicht denkbar. Viele Infektionen haben durch den Einsatz dieser Arzneimittel ihre Schrecken verloren, schwer kranke Menschen können erfolgreich behandelt und geheilt werden. Diese einstmals so wirksame Waffe gegen Bakterien droht jetzt stumpf zu werden. Viele Krankheitserreger sind im Laufe der Jahre resistent, also unempfindlich gegen die Einwirkung von Antibiotika geworden. Damit wird die Antibiotikaresistenz zu einer ernsten Bedrohung. Infektionen können nicht mehr ausreichend bekämpft werden, das Risiko schwer zu erkranken oder gar an einer Infektion zu sterben steigt an.

Wichtigste Ursache für die Antibiotikaresistenz ist die breite und nicht immer zielgerichtete Verwendung dieser Medikamente. So werden immer wieder Antibiotika bei Erkältungskrankheiten, also bei Virusinfektionen verordnet, bei denen diese gar nicht wirken können. Darüber hinaus erfolgt auch eine Übertragung resistenter Bakterienstämme von Mensch zu Mensch.

Wirksame Maßnahmen zur Eindämmung der Antibiotikaresistenz können nur bei Kenntnis der aktuellen Situation geplant und getroffen werden. Die EU hat daher in Zusammenarbeit mit den Mitgliedsstaaten epidemiologische Netzwerke eingerichtet, die Antibiotikaresistenz und Verbrauch antimikrobieller Substanzen erfassen. Die erhobenen Daten stehen der Öffentlichkeit zur Verfügung und dienen der Entwicklung effizienter Bekämpfungsmaßnahmen. Österreich beteiligt sich seit vielen Jahren an diesen Netzwerken und gilt als vorbildlich im Hinblick auf die Qualität und Vollständigkeit der Daten.

Mit dem AURES 2008 stehen für Österreich ausgezeichnete Daten zur Verfügung, mit denen die bereits getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Antibiotikaresistenz auf ihre Wirksamkeit überprüft und bei Bedarf adaptiert werden können. Der AURES ist auf der Webseite des BMG unter http://www.bmg.gv.at abrufbar.

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