• 17.11.2009, 15:02:03
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"profil online": Die Auseinandersetzungen um das Wiener Wiesenthal Institut eskalieren

Internationaler Wissenschafter-Beirat tritt zurück

Wien (OTS) - Wie "profil online" exklusiv berichtet, ist der
überwiegende Teil des hochrangig besetzten Internationalen
Wissenschaftlichen Beirats des Wiener Wiesenthal Instituts
zurückgetreten. In seinem Schreiben betont er, die "notwendigen
Voraussetzungen für wissenschaftlich unabhängige Arbeit" des 2005
gegründeten Instituts seien nicht länger gegeben.

Damit gehören unter anderen der Doyen der internationalen
Holocaust-Forschung Yehuda Bauer, Omer Bartov - er ist einer der
weltweit führenden Historiker im Bereich Völkermord, sowie Ruth
Wodak, Trägerin des österreichischen Wittgenstein-Preises, dem Wiener
Wiesenthal Institut nicht mehr an. Der Rücktrittsbrief ist von 12 der
15 Forscher unterzeichnet.

Als Begründung für ihren Rückzug führen die renommierten
Wissenschafter "die jüngsten Ereignisse" um das Wiener Wiesenthal
Institut für Holocaust Forschung an. - Ariel Muzicant, Präsident der
Israelitischen Kultusgemeinde Wien, hatte in einem Interview mit der
aktuellen Ausgabe von profil den Gründungsleiter des Instituts Anton
Pelinka mit schweren Vorwürfen überschüttet: Pelinka versuche nun,
die Einrichtung "mit unlauteren Mitteln zu zerstören". Pelinka hatte
resigniert, da er die mit bisher 640.000 Euro öffentlich geförderte
Forschungseinrichtung "in Umklammerung der Kultusgemeinde" sah. In
ihrem Abschiedsschreiben stimmen die internationalen Wissenschafter
offensichtlich mit Pelinkas Analyse überein, sie sprechen ihm
ausdrücklich ihre "Anerkennung für die Führungsrolle" aus.

Details auf www.profil.at

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

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