• 16.11.2009, 16:12:48
  • /
  • OTS0224 OTW0224

Scheele: Solidarität mit Menschenrechtsaktivistin Aminatou Haidar

Schikane gegen saharauische Menschenrechtsaktivistin muss beendet werden

St. Pölten (OTS/SPI) - Am Samstag wurde die bekannte saharauischen
Menschenrechtsaktivistin Aminatou Haidar von Marokko des Landes
verwiesen. Seither wartet sie auf Lanzarote auf die Möglichkeit der
Wiedereinreise in die von Marokko besetzte Westsahara. Die Behörden
haben ihr vor der Abschiebung nach Spanien den Pass abgenommen.

Haidar wurde für ihr Engagement eine Vielzahl an
Menschenrechts-Preisen und Auszeichnungen verliehen. Als sie in
Marokko einreisen wollte, kam sie beispielsweise aus New York von
einer Preisverleihung. 2008 erhielt Haidar zum Beispiel den
Menschenrechtspreis der Robert F. Kennedy Stiftung. Auf Vorschlag der
Volkshilfe bekam Aminatou Haidar 2007 den "Silver Rose Award" im
Europäischen Parlament.

Für NÖ-Landesrätin Karin Scheele, die sich in vielen persönlichen
Gesprächen mit Aminatou Haidar über die aktuelle Lage in den
besetzten Gebieten informierte, muss bei einem derartigen Vorgehen
gegenüber MenschenrechtsaktivistInnen die Politik international Mut
und Entschlossenheit zeigen: "Es kann nicht sein, dass wir über
Menschenrechte reden und uns dazu bekennen und dann, wenn Solidarität
gefragt ist wegschauen. Aminatou Haidar hat in ihrem Leben viele
Qualen und Erniedrigungen erleiden müssen. Sie ist aber mit ihrem
Lebenswillen und dem Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit ein
Sinnbild und Hoffnungsträgerin für viele Menschen. Was gerade
geschieht ist daher unglaublich und umgehend rückgängig zu machen."

Haidar, die bei ihrem Einsatz immer die Gewaltfreiheit in den
Vordergrund gestellt hat, verweigert derzeit aus Protest gegen das
Vorgehen bereits die Nahrungsaufnahme.

Für die Vorsitzende der Österreichisch-Saharauischen Gesellschaft
Karin Scheele, haben nun auch die spanischen Behörden ebenfalls eine
Mitverantwortung: "Man kann sich in dieser Frage nicht abputzen und
es zu einem Problem der Region kleinreden. Das ist eine europäische
und ein internationale Frage, wie eine Ungerechtigkeit beseitigt und
einem Volk das Selbstbestimmungsrecht über ihr Land zugestanden
werden kann. Hier braucht man endlich eine friedliche politische
Lösung."

Rückfragehinweis:

Rita Klement
   Pressereferentin
   
   [email protected]
    
   0676/7007309
   02742/9005/12560

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NSN

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel