Scheele: Solidarität mit Menschenrechtsaktivistin Aminatou Haidar

Schikane gegen saharauische Menschenrechtsaktivistin muss beendet werden

St. Pölten (OTS/SPI) - Am Samstag wurde die bekannte saharauischen Menschenrechtsaktivistin Aminatou Haidar von Marokko des Landes verwiesen. Seither wartet sie auf Lanzarote auf die Möglichkeit der Wiedereinreise in die von Marokko besetzte Westsahara. Die Behörden haben ihr vor der Abschiebung nach Spanien den Pass abgenommen.

Haidar wurde für ihr Engagement eine Vielzahl an Menschenrechts-Preisen und Auszeichnungen verliehen. Als sie in Marokko einreisen wollte, kam sie beispielsweise aus New York von einer Preisverleihung. 2008 erhielt Haidar zum Beispiel den Menschenrechtspreis der Robert F. Kennedy Stiftung. Auf Vorschlag der Volkshilfe bekam Aminatou Haidar 2007 den "Silver Rose Award" im Europäischen Parlament.

Für NÖ-Landesrätin Karin Scheele, die sich in vielen persönlichen Gesprächen mit Aminatou Haidar über die aktuelle Lage in den besetzten Gebieten informierte, muss bei einem derartigen Vorgehen gegenüber MenschenrechtsaktivistInnen die Politik international Mut und Entschlossenheit zeigen: "Es kann nicht sein, dass wir über Menschenrechte reden und uns dazu bekennen und dann, wenn Solidarität gefragt ist wegschauen. Aminatou Haidar hat in ihrem Leben viele Qualen und Erniedrigungen erleiden müssen. Sie ist aber mit ihrem Lebenswillen und dem Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit ein Sinnbild und Hoffnungsträgerin für viele Menschen. Was gerade geschieht ist daher unglaublich und umgehend rückgängig zu machen."

Haidar, die bei ihrem Einsatz immer die Gewaltfreiheit in den Vordergrund gestellt hat, verweigert derzeit aus Protest gegen das Vorgehen bereits die Nahrungsaufnahme.

Für die Vorsitzende der Österreichisch-Saharauischen Gesellschaft Karin Scheele, haben nun auch die spanischen Behörden ebenfalls eine Mitverantwortung: "Man kann sich in dieser Frage nicht abputzen und es zu einem Problem der Region kleinreden. Das ist eine europäische und ein internationale Frage, wie eine Ungerechtigkeit beseitigt und einem Volk das Selbstbestimmungsrecht über ihr Land zugestanden werden kann. Hier braucht man endlich eine friedliche politische Lösung."

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