- 16.11.2009, 15:46:59
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Krankenkassen: Gebarungsvorschau für 2010 steht erst Mitte Dezember
Für 2009 werden 60 Millionen Euro Überschuss erwartet
Wien (OTS) - "Wir sind am richtigen Weg, aber noch lange nicht
am Ziel unserer gemeinsamen Konsolidierungsbemühungen": So
kommentiert der Vorsitzende des Verbandsvorstandes im Hauptverband
der österreichischen Sozialversicherungsträger, Hans Jörg Schelling,
die heute, Montag, veröffentlichte Finanzprognose der 19
Krankenversicherungsträger. Entgegen der August-Prognose (plus 8
Millionen Euro) erwarten die 19 Krankenkassen in ihrer
November-Prognose bei einem Gesamtbudget von 14,2 Milliarden Euro
für das laufende Jahr einen Gebarungsüberschuss von 60 Millionen
Euro. Für 2010 und die Folgejahre kann trotz der mittlerweile
kolportierten Zahlen aber noch keine realistische Prognose gegeben
werden. Schelling: "Diese Zahlen basieren noch auf dem alten Status.
Wir arbeiten derzeit intensiv mit den Krankenversicherungsträgern an
einer Gebarungsvorschaurechnung für das Jahr 2010 mit dem Ziel, dass
das von der Bundesregierung genannte Kostendämpfungspotential in Höhe
von 197 Millionen Euro erreicht wird." Einige wichtige Punkte des
Ende Juni übergebenen Sanierungspaketes (Ökonomieprinzip, Einführung
einer Altersgrenze und Einführung eines dynamischen Stellenplan bei
Nachbesetzungen von Planstellen bei niedergelassenen Ärztinnen und
Ärzten) sind ja bekanntlich bereits in einer ASVG-Novelle
eingearbeitet.
Ziel des der Bundesregierung Ende Juni übergebenen
Sanierungskonzeptes "Gesundheit: Finanzierung sichern - Langfristige
Potenziale zur Steuerung der Ausgaben und zur nachhaltigen
Kostendämfpung" ist, dass die Kassen bis Ende 2013 einen
ausgegliche-nen Rechnungsabschluss ausweisen können. Schelling: "Zur
Erreichung dieses Zieles müssen Krankenversicherungsträger und
Hauptverband alles daran setzen, um die dargestellten
Kostendämpfungspotenziale auch tatsächlich zu erzielen". Bis
spätestens Mitte Dezember werden diese Finanzziele für 2010 zwischen
Hauptverband und Kassen vereinbart und dem Finanz- und
Gesundheitsministerium übergeben. Diese sind Voraussetzung dafür,
dass die Kassen die für 2010 zugesagten Strukturmittel in Höhe von
100 Millionen Euro aus dem Budgettopf auch wirklich erhalten.
Die Sozialversicherung garantiert unabhängig von Alter, Einkommen,
sozialer Herkunft und Bildung hochwertige Gesundheitsversorgung und
eine sichere Pensionsvorsorge. Aktuell sind rund 8,2 Millionen
Menschen anspruchsberechtigt (Versicherte und mitversicherte
Angehörige). Der Behandlungsanspruch aus der Krankenversicherung wird
beim Mediziner durch das e-card-System angezeigt: Die e-card als
Schlüsselkarte enthält keine medizinischen Daten, ermöglicht dem Arzt
aber die Überprüfung des Versicherungsstatus eines Patienten und die
Nutzung weiterer Services. Der Hauptverband der österreichischen
Sozialversicherungsträger ist das organisatorische Dach über der
solidarischen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung Österreichs.
Rückfragehinweis:
Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71132-1120
mailto:[email protected]
http://www.sozialversicherung.at
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