Anton Santner: Das Kreuz ist kein Symbol der Ausgrenzung

Salzburgs Landesgeschäftsführer: "FPÖ-Chef Strache und Kanzler Faymann bleiben in der Kreuz-Debatte den Wahrheitsbeweis schuldig. Sie grenzen sich auch nicht ab von anders lautenden Aussagen ihrer politischen Umgebung"

Salzburg, 16. November 2009 (OTS) "Das Kreuz in Schulklassen
und öffentlichen Gebäuden steht nicht nur für das christlich geprägte Abendland, sondern auch als Symbol der klar umschriebenen Wertegemeinschaft Europas: Liebe, Toleranz, Vergebung und Aufklärung sowie die Unteilbarkeit der Menschenwürde werden damit zum Ausdruck gebracht. Das Kreuz darf weder für populistische Hetze einerseits noch für die Vereinnahmung durch bestimmte Gruppen andererseits stehen", stellt ÖVP-Landesgeschäftsführer Mag. Anton Santner fest. Die ÖVP hat beim Kreuz stets eine klare Linie gefunden. ****

Widersprüchliche Aussagen der FPÖ

Santner warnt vor widersprüchlichen und polemischen Aussagen von Volksvertretern, die nach dem erschreckenden EGMR-Urteil gegen die Anbringung von Kreuzen in Schulen um die eigene Linie und um Format ringen. "Dabei ist nicht ganz klar, was unglaubwürdiger ist. Das Thema scheint die FPÖ beim Schielen zu zerreißen." Die Salzburger FPÖ fordert seit Jahren, dass das Kreuz aus Kindergärten verbannt werden müsse. Ich darf Strache daran erinnern, dass seine Parteifreunde KO LAbg. Karl Schnell und KO GR Andreas Schöppl, die beiden Salzburger FPÖ-Spitzen, gar von "Zwangsmissionierung" gesprochen hat, als in Salzburg das Anbringen von Kreuzen in Kindergärten geregelt werden sollte. Nun mit einem Volksbegehren für Kruzifixe in Schulen zu liebäugeln, belege die wahren Ziele Straches, mit dem Zeichen des Kreuzes auszugrenzen, statt behutsam zu integrieren.

Faymann weiter untätig und doppelgleisig

Strache verliere genauso die Glaubwürdigkeit wie Kanzler Faymann, der vor laufenden Kameras seine Liebe zum Kreuz entdeckt und gleichzeitig die SPÖ-Vorfeldorganisationen heftig gegen seine Anbringung wettern lässt: "Faymann soll Ordnung in seinem Haus schaffen, indem er AKS und Jusos zurückpfeift, sonst verliert er weiter an Glaubwürdigkeit. Strache benützt das Kreuz wiederum für Zwecke, die nicht mit den eigentlichen Werten des Symbols übereinstimmen. Das Kreuz ist kein Symbol der Ausgrenzung! Beide Richtungen sind geeignet, Missverständnisse und die Demokratie zersetzende Tendenzen zu fördern. Dieser Stil soll die Menschen auseinander treiben, statt die Gemeinsamkeiten zu suchen, zu integrieren und klare Werte zu vertreten. Das Kreuz in den Schulklassen ist mit der Religionsfreiheit vereinbar und nimmt niemandem diese Freiheit. Hetze und Ausgrenzung sind mit dem Kreuz allerdings nicht vereinbar und schränken die Freiheit ein. Das wissen Faymann und Strache ganz genau. Ich warne davor, das Kreuz missbräuchlich zu verwenden", sagt ÖVP-Landesgeschäftsführer Mag. Toni Santner abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP-Landesgeschäftsführer Mag. Toni Santner: Tel.
0664/85 93 951

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVP0003