• 16.11.2009, 12:52:09
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Eignungstests für angehende Lehrlinge in Niederösterreich

Mikl-Leitner: "Win-Win-Situation für alle Beteiligten"

St. Pölten (OTS) - In St. Pölten informierten heute, Montag, 16.
November, Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner, Wirtschaftskammer
Niederösterreich-Chefin KR Sonja Zwazl und Arbeitsmarktservice
Niederösterreich-Geschäftsführer Mag. Karl Fakler über "Neue Wege in
der Lehrlingsausbildung". Dabei wurde der neue Eignungs- oder
Potenzialtest vorgestellt und eine kurze Bilanz über die seit Mitte
dieses Jahres im Einsatz befindlichen "Lehrstellenberater" gezogen.
Bei der heute als Novität präsentierten Initiative handelte es sich
um einen Eignungs- oder Potenzialtest, der von Jugendlichen künftig
in den Berufsinformationszentren des Wirtschaftsförderungsinstituts
(WIFI) absolviert werden kann und dessen Ergebnis den
AMS-BetreuerInnen anschließend zeigt, in welchem Bereich eine
Lehrstelle aufgrund der individuellen Fähigkeiten für den getesteten
Jugendlichen passend ist. Diese Tests, die auf freiwilliger Basis und
nur mit Zustimmung der Eltern absolviert werden können, werden
vorerst in einer bis etwa Weihnachten dauernden Pilotphase
durchgeführt, wobei mit ca. 150 TeilnehmerInnen gerechnet wird.
In diesem neuen arbeitsmarktpolitischen Instrument werden zahlreiche
Vorteile gesehen: Etwa soll dadurch - wie Fakler ausführte -
gewährleistet sein, dass die Jugendlichen tatsächlich jenen Lehrberuf
beginnen, für den sie am meisten geeignet sind. Weiters bekommen sie
von Anfang an die volle Lehrlingsentschädigung und können in reguläre
Lehrverhältnisse anstatt in Lehrwerkstätten gebracht werden. "Das ist
eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Die Jugendlichen werden
durch die Potenzialanalysen präziser vermittelt und können durch das
Entdecken der jeweiligen Talente in das duale System einsteigen und
mit Freude bei ihrer Arbeit sein", sagte dazu Landesrätin
Mikl-Leitner. Wirtschaftskammer-Präsidentin Zwazl betonte in diesem
Zusammenhang, dass mit einer derart gezielten Berufsorientierung auch
die nach wie vor bestehende Problematik der Konzentration auf nur
zehn Lehrberufe verbessert werden solle: "Der neue Ansatz soll
helfen, den Jugendlichen ihre Fähigkeiten aufzuzeigen und so die
Vielfalt der Lehrberufe besser zu nutzen." Wie alle drei
ReferentInnen betonten, soll die neue Initiative allerdings keinen
Ersatz für Maßnahmen wie etwa das Lehrlingsauffangnetz oder die
Lehrwerkstätten darstellen, sondern diese ergänzen.

Hintergrund für die neue Initiative ist die Tatsache, dass
einerseits zahlreiche Jugendliche im Land eine Lehrstelle suchen,
andererseits zahlreiche Betriebe bei ihrer Suche nach passenden
Lehrlingen nicht fündig werden. Gleichzeitig ist es ein Faktum, dass
in der Wirtschaft FacharbeiterInnen dringend gebraucht werden. Was
die momentane Arbeitsmarktlage betrifft, so waren in Niederösterreich
im Oktober 2009 26,9 Prozent mehr Jugendliche arbeitslos als im
Vergleichszeitraum 2008. Im Juli hatte diese Steigerung noch 35
Prozent betragen. "Es ist auch hier zu sehen, dass eine Entspannung
eintritt und die Situation nicht aussichtslos ist", betonte dazu
Mikl-Leitner.

Hinsichtlich der "Lehrstellenberater" wurde im Rahmen der heutigen
Pressekonferenz festgehalten, dass die insgesamt fünf
Lehrstellenberater in Niederösterreich zwischen 1. August und 31.
Oktober dieses Jahres in Summe 79 ab sofort offen stehende neue
Lehrstellen akquirieren konnten. Dazu kommen 38 neue Lehrstellen, die
2010 zu besetzen sein werden. Darüber hinaus wurde in 220 Kontakten
mit UnternehmerInnen über die "Start up"-Förderung des Landes
beraten. In weiteren Förderberatungen wurden 215 Kontakte absolviert.

Nähere Informationen: Büro LR Mikl-Leitner, Mag. Susanne Schiller,
Telefon 02742/9005-12626, e-mail [email protected],
bzw. Wirtschaftskammer NÖ, Telefon 02742/851-17599, e-mail
[email protected], www.wko.at/noe/bildung.

Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12156
www.noe.gv.at/nlk

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