• 14.11.2009, 08:00:35
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"profil": Psychiatrie-Gutachten warnt im Fall Zogaj vor Familiendrama

Selbstmord "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit", erweiterter Selbstmord an den Kindern "denkbar"

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, warnt ein Gutachten der
Universitätsklinik Wien im Fall einer Abschiebung der Familie Zogaj
vor einem Familiendrama.

"Bei Frau Zogaj dürfte sich in der Abschiebesituation mit an
Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Suizidalität ergeben.
Es wäre auch denkbar, dass es zu einem Mitnahmesuizid (Kinder)
kommt", heißt es in dem Befund, den Thomas Stompe, Professor für
Psychiatrie an der Universitätsklinik in Wien, am 10. September
dieses Jahres für das Bundesasylamt erstellt hat. Damit gemeint ist
die aktute Gefahr, dass die in Behandlung befindliche Nurije Zogaj
sich und ihren Kindern Gewalt antun könnte.

Währenddessen haben die Brüder von Arigona Zogaj - Alfred, 18, und
Alban, 20 - ihre Bleibe im Heimatdorf Kalican verloren. Wie ein
Lokalaugenschein von profil am Mittwoch vergangener Woche ergab,
halten sie sich in der Stadt Peja im Westen des Kosovo auf: in einem
ungeheizten Haus, in dem der Strom nur stundenweise funktioniert. Die
Hoffnung, Arbeit zu finden, hat sich für sie bislang nicht erfüllt.

In einem Interview mit Journalisten, darunter auch von "profil",
schätzt der kosovarische Präsident Fatmir Sejdiu die Lage für
Rückkehrer trist ein: "Wir haben nicht einmal Jobs für die, die
bereits im Land sind. Ich will nichts beschönigen. Die
Arbeitslosigkeit beträgt über 40%."

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

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