• 13.11.2009, 14:23:59
  • /
  • OTS0253 OTW0253

Martinz: Strengere Kampfhunde-Regelung notwendig

Jüngste Rottweiler-Attacke zeigt: Abrichte-Verbot, Bewilligungspflicht für bestimmte Rassen und Hundeführschein sofort gesetzlich verankern

Klagenfurt (OTS) - "Die Realität zeige es leider immer wieder: Wir
müssen unsere Kinder vor gefährlichen Hunden schützen. Dafür brauchen
wir entsprechende gesetzliche Regelungen. Anders sind tragische
Vorfälle wie heute in Niederösterreich offensichtlich nicht zu
verhindern", sagt heute LR Josef Martinz. Im Bundestierschutzgesetz
sei der Bereich Menschenschutz im Zusammenhang mit Hundehaltung nicht
vorgesehen.
"Wir können den Schutz unserer Mitmenschen, vor allem unserer Kinder,
im Zusammenhang mit Hundehaltung im Kärntner Landespolizeigesetz
verankern", setzt Martinz einen weiteren Schritt.

Das Landespolizeigesetz solle laut Martinz auch ein Abrichte-Verbot
beinhalten. "Ich sehe keinen Grund, dass Privatpersonen ihren Hund zu
einem sogenannten Kampfhund ausbilden lassen können, der Mitmenschen
und kleine Kinder anfällt", so Martinz. Es sein ohnedies ein Hohn,
wenn Experten nach den vielen tragischen Vorfällen behaupten, dass
die Kinder schuld daran seien, wenn sie ein Hund anfällt. Es bedürfe
weiters keiner wissenschaftlichen Erklärung, dass etwa ein Dobermann
gefährlicher sei als ein Pudel oder Dackel.

Weiters fordere Martinz eine Bewilligungspflicht für bestimmte
Rassen, wie beispielsweise Dobermann, Pitbullterrier oder Rottweiler
im Landespolizeigesetz. "Die Behörde soll künftig bewilligen, ob
jemand einen von diesen Hunderassen oder einen vom Amtstierarzt als
bissig beurteilten Hund halten oder führen darf. Außerdem müssen
diese Hunde dann ausnahmslos einen Beißkorb tragen", hält Martinz
fest. Nur ein Maulkorb könne Leid und Folgeschäden verhindern.

Als dritten Punkt möchte Martinz den Hundeführschein im
Landespolizeigesetz verankern. Hundehalter bewilligungspflichtiger
Hunde solle verpflichtend eine Schulung im Umgang mit ihrem Hund
erhalten. "Diese Hundebesitzer sollen gefordert sein, sich mit dem
Wesen ihres Hundes auseinanderzusetzen und sollen auf ihre Pflichten
aufmerksam gemacht werden", sagt Martinz. (Schluss)

Rückfragehinweis:
Kärntner Volkspartei
Tel.: +43 (0)463 5862 14, Fax: +43 (0)463 5862 17
mailto:[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OVK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel