• 13.11.2009, 12:53:51
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Arbeitgeber, Ausbildner, Seismograph - Der Handel kann Vorbild für die Gesamtwirtschaft sein

Österreichischer Handelstag 2009 - ein hochrangiges Handels-Treffen in Schloss Grafenegg

Wien (OTS/PWK874) - "Die beste Sozial- und Arbeitsmarktpolitik
ist eine Wachstumspolitik", unterstrich Christoph Leitl, Präsident
der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), beim Österreichischen
Handelstag 2009 in Schloss Grafenegg. In diesem Zusammenhang spiele
der Handel in Österreich eine wesentliche Rolle: Dieser
Wirtschaftszweig bietet rund 560.000 Menschen Beschäftigung und
Einkommen - Tendenz sogar leicht steigend. Zudem kommt dem Handel in
unserem Land eine preisstabilisierende Rolle zu, und die
Lohnabschlüsse im Handel, etwa jener im Vorjahr, haben eine
kaufkraftstärkende Wirkung.

Vehement warnte Leitl warnte vor weiteren Belastungen für die
Wirtschaft durch Ausweitung bestehender oder Schaffung neuer
bürokratischer Hürden: "Wer Bürokratie nicht reduziert, ist für
Steuererhöhungen", so der WKÖ-Präsident. Zudem gebe es Bestrebungen,
Belastungen auf die Wirtschaft - und damit auch auf den Handel -
abzuwälzen und dabei auch gleich an der finanziellen Schraube zu
drehen, wie etwa durch eine Erhöhung der Lebensmittelkontrollgebühren
durch die Agentur für Lebensmittel- und Ernährungssicherheit (AGES):
"Die AGES ist etwas Arges, wenn neue Belastungen drohen. Die Politik
hat versprochen, in Zeiten wie diesen Betrieben keine neuen Bürden
aufzuerlegen." Einmal mehr forderte Leitl die Abschaffung von
Wachstumshemmnissen wie etwa der Kreditvertragsgebühr und der der
Werbeabgabe.

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner bezeichnete den Handel
als Musterbeispiel dafür, dass sich am Point of sale, in den
Geschäften also, Angebot und Nachfrage direkt begegnen. Der Handel
ist Seismograph für wirtschaftliche Entwicklungen ebenso wie für -
beispielsweise modische - Trends. Diesbezüglich könne der Handel ein
positives Beispiel, ja Vorbild für die Gesamtwirtschaft sein.

WK NÖ-Präsidentin Sonja Zwazl führte - nicht nur im Blick auf
Niederösterreich - aus: "Handel bedeutet Lebensqualität. Er sorgt
dafür, dass die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher die
Dinge bekommen, die sie brauchen und die sie sich wünschen. Und er
ist unverzichtbar für die Beschäftigung und die Lehrlingsausbildung."

Die Rolle des Handels als Ort der Begegnung und des Austausches,
als Kommunikationszentrum, betonte Handelsobmann Erich Lemler. Und:
Mit der Erschließung neuer Geschäftsfelder werde einer sich
wandelnden Gesellschaft und Demografie Rechnung getragen. Sichtbar
sei das etwa am Modell Postpartnerschaft: In fast ganz Österreich
stellt die Wirtschaft, insbesondere der Handel, die Versorgung der
Bevölkerung mit Post-Dienstleistungen dort sicher, wo die Post
defizitäre Postämter schließen muss. Der Bundessparte Handel ist es
ja gelungen, mit der Post verbesserte Bedingungen zu Gunsten der
Betriebe auszuhandeln. (JR)

Rückfragehinweis:

Wirtschaftskammer Österreich
   Bundessparte Handel
   Dr. Hannes Mraz
   Tel.: 05 90 900-3339
   E-Mail:bsh@wko.at
   Internet: http://wko.at/bshandel

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