• 12.11.2009, 14:17:09
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EU-Bericht: BZÖ-Lugar: Österreich wird zum Kyoto-Sitzenbleiber

"Energiekonzerne und die Bundesregierung denken nur an den kurzfristigen Profit"

Wien (OTS) - "Umweltminister Berlakovich tut im Inland so, als
wäre Österreich ein Musterland bei den erneuerbaren Energien und der
Erfüllung der Kyoto-Ziele. Jetzt muss der Minister aber eingestehen,
dass davon nicht die Rede sein kann", kommentiert BZÖ-Umweltsprecher
Abg. Robert Lugar die Tatsache, dass Österreich als einziges Land der
EU-15 seine Kyoto-Verpflichtungen nicht erfüllen kann und somit zum
"Sitzenbleiber" wird.

Grund dafür sei die enge Verquickung zwischen der rot-schwarzen
Regierung und der Energielobby. "Dem Verbund bleibt z.B. 50% seines
Umsatzes als Gewinn. Natürlich haben diese Energiemonopolisten und
ihre Helfer in den Ministerien kein Interesse daran, in die
erneuerbaren Energien zu investieren und unsere Abhängigkeit von Öl
und Gas zu beenden", stellt Lugar klar.

Um die CO2-Reduktionsziele erfüllen zu können, müsste aber genau
dieses Umdenken stattfinden und endlich die Kostenwahrheit im
Vordergrund stehen. "In Wahrheit sind die erneuerbaren Energien für
die Österreicher nämlich langfristig günstiger als die
konventionellen Energien. Nicht nur in Hinblick auf drohende
Strafzahlungen wegen der Nichterfüllung der Kyoto-Ziele, sondern
insbesondere für die kommenden Generationen. Aber die Energiekonzerne
und die Bundesregierung denken nur an den kurzfristigen Profit",
kritisiert Lugar die verfehlte Ausrichtung der österreichischen
Energiepolitik.

Rückfragehinweis:
Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ

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