- 12.11.2009, 14:00:16
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Burnout-Prävention und effektiver Personaleinsatz
bfi Wien Ausbildung zur Burnout- und Stressprävention
Wien (OTS) - Der wirtschaftliche Schaden durch Burnout soll sich
laut Studien schon in Milliardenhöhe bewegen. Langsam geht die
Entwicklung deshalb auch bei Menschen und Unternehmen dort hin,
Burnout zu erkennen, zu behandeln und zu verhindern. Betroffen sind
mittlerweile nicht nur Lehrer/innen, Pflegepersonal oder Ärzt/innen
sondern "Perfektionisten" in allen Berufen und Branchen oder
Menschen, die nicht den ihren Fähigkeiten entsprechenden Arbeitsplatz
haben. Auch hohe Leistungen ohne fehlende Anerkennung, "Einzelkampf"
anstatt produktive Teamarbeit und Konkurrenzdruck - vor allem jetzt
in der wirtschaftlich angespannten Situation - kann zu negativem
Stress bis zum "Ausbrennen" führen.
"Erste Anzeichen eines Burnouts werden im Arbeitsumfeld oft
übersehen. Viele Stunden im Büro zu sitzen, ständig erreichbar zu
sein oder zu meinen, alles unter Kontrolle haben zu müssen, sind
sozial erwünschte Verhalten im Unternehmenskontext. In vielen
Unternehmenskulturen gilt ein Mitarbeiter, der eine ausgeglichene
Work-Life-Balance lebt, als verdächtig und nicht dem System
zugehörig. Faktoren, die ein Burnout begünstigen, sind also zum einen
in der Person selbst zu finden (Ehrgeiz, starker Leistungswille,
geringes Selbstbewusstsein), aber auch durch das Umfeld begünstigt,"
erklärt Mag. Eva Spitzauer (Dipl. Psychologin) von der
Unternehmensberatung Albrecht Business Coaching.
Prävention gegen wirtschaftlichen Schaden
Dass Krankenstände, psychische Probleme, Schlafstörungen oder
psychosomatische Beschwerden gehäuft auftreten, bestätigt der
Facharzt (Neurologie, Psychiatrie), Burnout-Spezialist und
Psychotherapeut Dr. Günter Possnigg. Die Betroffenen fragen nach, ob
das an den härter gewordenen Arbeitsbedingungen und dem allgemein
gestiegen Stress liegt. "Es spielt zweifellos eine große Rolle und es
wird uns jetzt erst bewusst. Daher ist es sinnvoll rechtzeitig daran
zu arbeiten, dass Arbeit nicht krank macht. Das gilt für den
Arbeitnehmer, aus eigenem Interesse, wie auch für den Arbeitgeber,
denn das wichtigste Kapital eines Betriebes sind gesunde Mitarbeiter
und Mitarbeiterinnen. Glücklicherweise scheint es auch immer mehr
Menschen zu geben, die auf die Bedürfnisse der eigenen Gesundheit,
des Körpers bzw. der Seele zu achten gelernt haben. Neben dem Gewinn
eines Unternehmens gibt es auch noch andere Werte und Ziele," so
Possnigg.
Als Beitrag zur Qualitätssicherung im Bereich Burnout- und
Stressprävention haben sich Mag. Angelika Kail (Psychosoziale
Beraterin und Lehrgangsleiterin des Diplomlehrganges Burnout- und
Stressprävention am bfi Wien) und Mag. Eva Spitzauer zur Gründung
eines entsprechenden Vereins entschlossen. Der künftige Verein für
Burnout- und Stressprävention erfährt fachliche Unterstützung durch
Dr. Günter Possnigg und wird sich in erster Linie Themen der
Aufklärung, Bewusstseinsbildung, Weiterbildung und Prävention widmen
und Betroffenen, Berater/innen und Vertreter/innen von Unternehmen
Anlaufstelle und Netzwerk bieten.
Ausbildung gegen Burnout
Als weiterer Schritt im Bereich Burnoutprävention vermittelt der
bfi Wien Diplomlehrgang "Experte/in für Burnout- und
Stressprävention" Wissen und Methoden, um sowohl Klient/innen beraten
zu können als auch im Unternehmen ein betriebliches
Gesundheitsmanagement zu implementieren. Zielgruppen des
berufsbegleitenden Wochenendlehrgangs sind selbstständige
Berater/innen, Personalmanager/innen, aber auch Lehrer/innen, die für
sich selbst und für die Schule Verbesserungen im Umgang mit der
Arbeit und den Rahmenbedingungen bewirken wollen.
Dauer: 27.11.2009 - 29.5.2010, www.bfi-wien.at
Rückfragehinweis:
Mag. Gabriele Masuch, bfi Wien, 01/81178/10385, [email protected]
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