- 12.11.2009, 13:44:32
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Aviso: Morgen Demonstration gegen Diskriminierung von Lesben und Schwulen
Grüne Andersrum und 89 weitere Organisationen rufen auf: "Erstklassige Rechte statt letztklassiges Gesetz"
Wien (OTS) - Seit vielen Jahren kämpfen Lesben, Schwule und
Transgender für die völlige rechtliche und gesellschaftliche
Gleichstellung. Vor 20 Jahren führte Dänemark als erstes Land der
Welt die Eingetragene Partner_innenschaft ein. Mittlerweile öffnen
immer mehr europäische Länder die Ehe für gleichgeschlechtliche
Paare, so etwa die Niederlande, Belgien, Spanien, Norwegen und
Schweden. Für Marco Schreuder, Sprecher der Grünen Andersrum kann
daher das Konzept des 21. Jahrhunderts nur lauten: "Völlige
Gleichstellung ohne Kompromisse! Wir sind mitten in der Gesellschaft
und lassen uns nicht ins Besenkammerl verbannen, so wie
Innenministerin Maria Fekter das plant."
Der nun in Österreich diskutierte Gesetzesentwurf ist für 90
Organisationen - darunter Vereine, Initiativen, Lokale, Medien und
Clubs, die allesamt zur Demonstration "Erstklassige Rechte statt
letztklassiges Gesetz - Für völlige Gleichstellung jetzt" aufrufen -
kein Gesetz für Lesben, Schwule und Transgender. Viel mehr ist es ein
Gesetz für die heterosexuelle, andere Lebensformen ausgrenzende, Norm
der Gesellschaft. Dieses Gesetz ist kein Fortschritt, sondern
beinhaltet massive Rückschritte. Es bestehen allein im Justizteil 34
Abweichungen vom Eherecht, zudem wird ein absolutes Verbot der
Stiefkindadoption sowie der medizinisch unterstützten Fortpflanzung
festgeschrieben. Welche Anpassungen in weiteren Gesetzen folgen
werden, ist noch immer nicht bekannt. Feiern dürfen Lesben und
Schwule ihre PartnerInnenschaften nicht und werden vom Standesamt
verbannt.
Im Forderungskatalog der Initiative wird die Bundesregierung
aufgefordert, gleiche Rechte und keine diskriminierenden
Sondergesetze zu schaffen: "Wir fordern die Bundesregierung auf, zu
akzeptieren, dass wir keine Menschen zweiter Klasse sind. Wir fordern
Gleichbehandlung und wollen, dass jede Liebe sich selbst feiern kann
und jede Liebe die gleichen Rechte und Pflichten in Anspruch nehmen
darf."
Die Grünen Andersrum betonen, dass es sich bei dieser Demonstration
nicht um eine parteipolitische Veranstaltung handelt, wie heute von
der HOSI Wien behauptet. Marco Schreuder: "Neben den Grünen Andersrum
sind auch das Liberale Forum und die KPÖ vertreten. Wichtige NGOs und
Vereine wie etwa das Rechtskomitee Lambda, agpro, Queer Business
Women, MiGay und zahllose weitere Vereine beweisen, dass hier eine
ganze Community sagt: Es reicht! Wir wollen gleichgestellt werden und
geben uns mit diskriminierenden Gesetzen nicht zufrieden. Die
Demonstration ist auch als konstruktiven Appell an die SPÖ zu
verstehen, sich in den Verhandlungen für die völlige und
diskriminierungsfreie Gleichstellung einzusetzen. Die ÖVP sollte sich
in dieser Frage nicht durchsetzen dürfen."
Demonstration "Erstklassige Rechte statt letztklassiges Gesetz":
Treffpunkt: um 15 Uhr vor der Parlamentsrampe
Abmarsch zum Bundeskanzleramt/Ballhausplatz
Demoroute Parlament - Ring - Heldenplatz - Ballhausplatz
Programm Ballhausplatz:
Moderatorin: Birgit Meinhard-Schiebel
DJ-Line beim Eintreffen des Demozuges
Begrüßung der Teilnehmer_innen
Zillertaler Hochzeitsmarsch mit Reiswerfen
Initiativnehmer_innen auf der Bühne
Musikbeitrag: Mario Mrazek und Celia Mara
rote Rosen werden vor das Bundeskanzleramt gelegt
Reden von Ulrike Lunacek (Abgeordnete zum Europaparlament), Marco
Schreuder (Landtagsabgeordneter und Sprecher der Grünen Andersrum
Wien, Mit-Initiator), Amir Ahmed (Liberales Forum), Gerhard
Friedinger (HOSI Linz) und Helmut Graupner (Rechtskomitee Lambda)
Alle singen gemeinsam ein Anti-Homophobie Lied von Lilly Allen,
abschließend zerplatzen der Luftballons
DJ-Line
Die Teilnehmer_innen bitten wir folgendes (nach Möglichkeit) zur
Demonstration mitzubringen:
1 rote Rose
Reis
Transparente, Regenbogenfahne, etc.
Rückfragehinweis:
Pressereferat, Tel.: (++43-1) 4000 - 81814, [email protected]
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