VIER PFOTEN zum Hummerleid: Lebendhaltungsverbot überfällig

Tierschutzombudsleute unterstützen Verbot und stellen Antrag im Tierschutzrat

Wien (OTS) - Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN drängt auf ein rasches Verbot der Lebendhaltung von Hummern. Ein Urteil des Unabhängigen Verwaltungssenats hat bereits Anfang 2008 bestätigt, dass eine solche Lebendhaltung dem Tierschutzgesetz nicht entspricht - damit wurde ein Präzedenzfall geschaffen. An diesen fühlen sich die für den Vollzug zuständigen Behörden aber scheinbar nicht gebunden, wodurch es kaum Auswirkungen in der Praxis gibt. Einzig logischer Schritt ist also ein ausdrückliches gesetzlich verankertes Lebendhaltungsverbot für Hummer.

Aufgrund des mangelnden Vollzugs drängt VIER PFOTEN auf ein solches Verbot und ist damit nicht alleine: Am kommenden Dienstag werden die Tierschutzombudsleute im Tierschutzrat des Ministeriums einen Antrag für ein Lebendhaltungsverbot stellen. VIER PFOTEN -selbst Mitglied im Tierschutzrat - hofft sehr, dass über diesen positiv entschieden wird und damit eine entsprechende Empfehlung ans Ministerium verabschiedet werden kann.

Ein Lebendhaltungsverbot ist aber auch deshalb so wichtig, weil das wirkliche Grauen für die Tiere erst bei der Tötung - sie werden bei lebendigem Leib in kochendes Wasser geworfen - beginnt. Was das bedeutet, kann jeder ansatzweise nachvollziehen, der sich selbst bereits einmal Verbrühungen zugezogen hat. "Für die hochsensiblen Tiere beginnt ein minutenlanger, verzweifelter Überlebenskampf", so Johanna Stadler, Geschäftsführung von VIER PFOTEN, "allein schon deshalb muss der Verzehr von Hummer als ein absolutes "No-Go" gesehen werden."

Zahlreiche Anzeigen durch Organisationen wie "RespekTiere", die sich gegen den Lebendhummerverkauf stellen, verliefen bisher leider im Sand. Nun wird auch VIER PFOTEN aktiv: In der METRO Zentrale in Vösendorf bei Wien werden die Hummer auf engstem Raum mit zusammengebundenen Scheren angeboten - VIER PFOTEN dokumentierte dies und brachte eine Anzeige ein.

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