- 09.11.2009, 16:06:11
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"KURIER"-Kommentar von Margaretha Kopeinig: "Österreich-Lobbying"
Für Topjobs in Brüssel muss sich die Regierung energischer einsetzen.
Wien (OTS) - Für die EU steht mit der Bestellung der Topjobs
viel auf dem Spiel. Von der Auswahl der geeigneten Personen hängt
ab, welche Rolle die EU künftig auf der globalen Bühne spielt, das
macht der Außenminister. Wie die Union im Inneren funktioniert, ist
Aufgabe des künftigen Ratspräsidenten.
Für beide Posten werden Österreicher genannt: Wolfgang Schüssel
und Alfred Gusenbauer, den der KURIER als erste Zeitung nannte,
weil sein Name seit Langem von europäischen Spitzenpolitikern für
verschiedene EU-Aufgaben gehandelt wird.
Es gibt kaum ein Land in der EU wie Österreich, das gleich zwei
geeignete Persönlichkeiten nach Brüssel schicken könnte. Jeder,
der nominiert wird, stärkt die Bedeutung seines Herkunftslandes in
der EU.
Egal, welcher Partei jemand angehört, es ist Aufgabe der
Regierungsspitze, im Kreise der EU-Granden für die österreichischen
Kandidaten entsprechend zu lobbyieren. Wenn es diesmal klappt, werden
alle den Erfolg für sich reklamieren, wenn nicht, haben Kanzler
Faymann und Vizekanzler Pröll Erklärungsbedarf: Sie müssen der
Öffentlichkeit sagen, warum kein Österreicher zum Zug gekommen ist.
Denn: Die Bürger wollen die Wahrheit erfahren.
Rückfragehinweis:
KURIER, Europaredaktion
Tel.: (01) 52 100/2752
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