- 09.11.2009, 05:00:21
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Deutscher Zeuge im Fall Kampusch im ÖSTERREICH-Interview: "Es gab einen Mitwisser."
ÖSTERREICH: Deutscher will über brisante Dokumente und Fotomaterial verfügen - von Polizei bereits beschlagnahmt
Wien (OTS) - Die Ausweitung der Ermittlungen auf einen möglichen
zweiten Täter oder Mitwisser stützt sich auch auf Behauptungen zweier
deutschen Zeugen. Staatsanwalt Thomas Mühlbacher hatte angekündigt,
das angebliche Beweismaterial prüfen zu lassen.
Im Interview für die Montag-Ausgabe der Tageszeitung ÖSTERREICH
nimmt jetzt einer der beiden Zeugen, der deutsche Graphiker Thomas
Vogel, Stellung. Er sei in einem Internet-Forum auf Videos gestoßen,
auf denen Natascha Kampusch und ein Mann zu sehne gewesen wären,und
wäre diesen nachgegangen. Bei seinen Recherchen sei er auf einen
Freund Priklopils gestoßen. Vogel: "Am 9. 9. 2006 (kurz nach dem
Wiederauftauchen Natascha Kampuschs, Anm.) hat sich per Mail ein Mann
gemeldet, der sich als Freund Priklopils ausgab. Er wollte die Dinge
ins rechte Licht rücken. Als er Vertrauen gefasst hatte, hat er mir
per Post eine Art Vermaächtnis Priklopils geschickt - handgeschrieben
mit vielen Details, aber auch mit Fotos."
Das Material sei außerordentlich brisant. Vogel: "Die Notizen
zeigen, dass Priklopil Natscha vergöttert hat." Diese hätte Priklopil
versprochen, das belegten laut Vogel die Dokumente, "bis zu ihrem 18.
Geburtstag zu bleiben". Die Fotos würden, so Vogel, Priklopils
Freund, Ernst H., "belasten".
Vogel hätte die zuständigen österreichischen Ermittler schon 2006
über das Material informiert, sei aber auf kein Interesse gestoßen.
Jetzt wurde das Material von der Polizei beschlagnahmt. Vogel: "Dabei
hätte ich es auch freiwillig rausgerückt, wenn die früher nicht so
barsch mit mir umgegangen wären."
Rückfragehinweis:
ÖSTERREICH, Chefredaktion
Tel.: (01) 588 11 / 1010
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