Eltern zahlen 12 Millionen Euro an Schulgeld pro Jahr

In manchen NÖ Regionen gibt es nicht genug öffentliche Schulen - Kosten der Privatschulen gestiegen

Wien (OTS) - In Niederösterreich sind 8 Prozent der Schulkinder in einer Privatschule angemeldet. Eltern greifen dafür tief in die Tasche. An die 12 Millionen Euro Schulgeld wird pro Jahr bezahlt. Viele haben aber keine andere Wahl, denn in ihrer Region gibt es nicht genug öffentliche Schulen. Im Bezirk Melk sind alle vier maturaführenden Schulen privat. Wer sein Kind hier maturieren lassen will, der muss im Schnitt mit 950 Euro pro Jahr an Kosten rechnen. "Das ist viel Geld, wenn man bedenkt, dass dieselbe Leistung in anderen Bezirken kostenlos ist", sagt AKNÖ-Präsident Hermann Haneder und kritisiert, dass Bildung nicht von der Dicke der Elternbrieftasche abhängig sein darf: "Bildung muss für alle leistbar sein. Es muss sichergestellt werden, dass alle Kinder die Chance auf einen Zugang zu öffentlicher Bildung haben."

Der Besuch einer Privatschule kommt Eltern in Niederösterreich teuer. Heuer umso mehr, denn die Preise an mittleren und höheren privaten Schulen sind im Schnitt um 2,3 Prozent - das sind etwa 47 Euro - im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Durchschnittlich zahlen Eltern 1.078 Euro Schulgeld pro Jahr an mittleren und höheren Privatschulen. Am teuersten kommt der Schulbesuch in privaten HTLs mit knapp 1.250 Euro pro Jahr, gefolgt von privaten Handelsakademien (1.157 Euro) und Privatgymnasien, bei denen Eltern im Schnitt 1.114 Euro für ihre Kinder bezahlen müssen. Pro Jahr macht das 12 Millionen Euro an Schulgeld für höhere und mittlere Schulen. Private Volks- und Hauptschulen sind da nicht mitgerechnet.

"Kinder aus sozial benachteiligten Familien werden durch die hohen Privatschulkosten von vornherein von höherer Bildung ausgeschlossen", gibt AKNÖ-Präsident Hermann Haneder zu Bedenken. Dass es auch anders geht, beweisen die Städte Deutsch-Wagram, Korneuburg, Mödling, Ternitz und Neulengbach, die als private Schulbetreiber auftreten und von Kindern aus Schulträgergemeinden keine Schulkosten einheben. "Wir müssen allen Kindern die Chance auf eine gute Schulbildung geben. Dabei darf das Einkommen der Eltern keine Rolle spielen", so Haneder.

Rückfragehinweis zu Privatschul-Kosten: AKNÖ, Günter Kastner 0664/3920121

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