- 05.11.2009, 10:44:41
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Eltern zahlen 12 Millionen Euro an Schulgeld pro Jahr
In manchen NÖ Regionen gibt es nicht genug öffentliche Schulen - Kosten der Privatschulen gestiegen
Wien (OTS) - In Niederösterreich sind 8 Prozent der Schulkinder in
einer Privatschule angemeldet. Eltern greifen dafür tief in die
Tasche. An die 12 Millionen Euro Schulgeld wird pro Jahr bezahlt.
Viele haben aber keine andere Wahl, denn in ihrer Region gibt es
nicht genug öffentliche Schulen. Im Bezirk Melk sind alle vier
maturaführenden Schulen privat. Wer sein Kind hier maturieren lassen
will, der muss im Schnitt mit 950 Euro pro Jahr an Kosten rechnen.
"Das ist viel Geld, wenn man bedenkt, dass dieselbe Leistung in
anderen Bezirken kostenlos ist", sagt AKNÖ-Präsident Hermann Haneder
und kritisiert, dass Bildung nicht von der Dicke der
Elternbrieftasche abhängig sein darf: "Bildung muss für alle leistbar
sein. Es muss sichergestellt werden, dass alle Kinder die Chance auf
einen Zugang zu öffentlicher Bildung haben."
Der Besuch einer Privatschule kommt Eltern in Niederösterreich teuer.
Heuer umso mehr, denn die Preise an mittleren und höheren privaten
Schulen sind im Schnitt um 2,3 Prozent - das sind etwa 47 Euro - im
Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Durchschnittlich zahlen Eltern 1.078
Euro Schulgeld pro Jahr an mittleren und höheren Privatschulen. Am
teuersten kommt der Schulbesuch in privaten HTLs mit knapp 1.250 Euro
pro Jahr, gefolgt von privaten Handelsakademien (1.157 Euro) und
Privatgymnasien, bei denen Eltern im Schnitt 1.114 Euro für ihre
Kinder bezahlen müssen. Pro Jahr macht das 12 Millionen Euro an
Schulgeld für höhere und mittlere Schulen. Private Volks- und
Hauptschulen sind da nicht mitgerechnet.
"Kinder aus sozial benachteiligten Familien werden durch die hohen
Privatschulkosten von vornherein von höherer Bildung ausgeschlossen",
gibt AKNÖ-Präsident Hermann Haneder zu Bedenken. Dass es auch anders
geht, beweisen die Städte Deutsch-Wagram, Korneuburg, Mödling,
Ternitz und Neulengbach, die als private Schulbetreiber auftreten und
von Kindern aus Schulträgergemeinden keine Schulkosten einheben. "Wir
müssen allen Kindern die Chance auf eine gute Schulbildung geben.
Dabei darf das Einkommen der Eltern keine Rolle spielen", so Haneder.
Rückfragehinweis zu Privatschul-Kosten: AKNÖ, Günter Kastner
0664/3920121
Aktuelle Informationen finden Sie auf noe.arbeiterkammer.at/presse
Rückfragehinweis:
AKNÖ Öffentlichkeitsarbeit, Chef vom Dienst
Tel.: (01) 58883-1200
mailto:[email protected]
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