- 05.11.2009, 09:20:14
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BMVIT präsentiert Leistungsschau der Österreichischen NANO Initiative
"NANO: Wissenschaft. Wirtschaft. Wirkung. 09" am 9. November im Tech Gate Vienna
Wien (OTS/BMVIT) - Die Veranstaltung "NANO: Wissenschaft.
Wirtschaft. Wirkung. 09" - die Leistungsschau der Österreichischen
NANO Initiative des BMVIT am 9. November im Tech Gate Vienna - ist
bereits seit Tagen ausgebucht. Seit dem Jahr 2004 wurden 50 Millionen
Euro für hochkarätige Forschung und wirtschaftsnahe Entwicklung im
Rahmen der Initiative investiert. Das Ergebnis sind viele Patente und
Erfindungen am internationalen Markt. Diese werden während der
Leistungsschau präsentiert und von einem Rahmenprogramm mit
österreichischen und internationalen ExpertInnen begleitet. ****
Infrastrukturministerin Doris Bures betont, dass mit der
Leistungsschau unter Beweis gestellt werde, wie sich Investitionen in
die angewandte Forschung im wahrsten Sinne des Wortes "auszahlen".
Das große Interesse an der BMVIT-Konferenz sieht die Ministerin als
ermutigendes Zeichen für die Bereitschaft von Wirtschaft, auch in
wirtschaftlich schwierigen Zeiten in Forschung und neue Technologien
zu investieren. "Forschung, Technologie und Innovation sind die
Schlüsselfaktoren für Wirtschaftswachstum und mehr Beschäftigung", so
die Ministerin. "Die angewandte, wirtschaftsnahe Forschungsförderung
hat die stärkste Hebelwirkung. Was heute entwickelt wird, soll morgen
am Markt sein."
Der Schulterschluss zwischen Grundlagenforschung und
anwendungsorientierter Forschung, ein Spezifikum des Förderprogramms
NANO Initiative, hat sich mit Blick auf die Gesamtinvestitionen
hervorragend entwickelt. Die Anwendung tritt nach fünfjähriger
Programmlaufzeit deutlich in den Vordergrund. Nahezu 30 Prozent der
Gesamtinvestitionen, also umgerechnet 20 Millionen Euro werden von
den Unternehmen und Forschungsorganisationen selbst in die
Nanotechnologie investiert.
Internationale und heimische ExpertInnen berichten über neueste
Entwicklungen
Mit Christos Tokamanis konnte der Leiter der Einheit "Nanosciences
and Nanotechnologies" des Direktorats "Industrielle Technologien" in
der Europäischen Kommission gewonnen werden. In seinem Referat wird
er die Strategie der Europäischen Kommission im Bereich der
Nanotechnologie darlegen, die eine rasche wirtschaftliche Verwertung
wissenschaftlicher Ergebnisse erlaubt. Ein Thema, das auch Dr. Alex
Dommann, CTO des Centre Suisse d'Electronique et de Microtechnique,
CSEM in Neuchatel, Schweiz aus Sicht der Wissenschaft diskutieren
wird.
Weiters berichten Experten über die rasante Entwicklung der
Technologie und über einen verantwortungsvollen Umgang mit den neuen
Erkenntnissen, und zwar: Dr. Alex Dommann, CSEM; Dr. Arno Köpf,
Böhlerit GmbH & Co. KG; Prof. Dr. Wolfgang Knoll, Direktor des AIT
Austrian Institute of Technology GmbH; Universitätsdozent Michael
Nentwich, Direktor des Instituts für Technikfolgen-Abschätzung der
Österreichischen Akademie der Wissenschaften, sowie Mag. Alexander
Pogany, BMVIT .
Wissenschaft trifft Wirtschaft: Die acht Verbundprojekte im Überblick
Von Halbleitersystemen über Beschichtungen bis hin zur Medizin: Mit
der NANO Initiative werden viele Facetten der Nanotechnologie
gefördert. Die acht Verbundprojekte forschen nicht nur, sie
erarbeiten auch konkrete Anwendungsmöglichkeiten und verzeichnen mit
ihren Produkten bereits große Erfolge am Markt in wichtigen
Wirtschaftsbranchen.
So entwickelt der Verbund Nano-HEALTH neue multifunktionelle
Nanopartikel, die im Gesundheitsbereich eingesetzt werden können -
sei es bei der klinischen Bildgebung durch Magnetresonanz, bei der
Frühdiagnose und Behandlung chronischer Krankheiten oder bei der
gezielten Verabreichung von Medikamenten.
Eine ganz andere Forschungsrichtung schlägt das Verbundprojekt
ISOTEC ein, das an der Entwicklung eines Multianalytsensors arbeitet.
Dieser kann zur Überwachung von Lebensmitteln, der Raumluft oder für
diverse Anwendungen in der Arbeitsplatzsicherheit eingesetzt werden.
Kein Sensor, sondern Oberflächen stehen bei NANOCOAT im Mittelpunkt.
Durch Veränderung der Nanostruktur entwickelt dieser Verbund neue
multifunktionale Eigenschaften von Oberflächen. So ist es bereits
möglich mit einem ebenfalls neuen Beschichtungsverfahren hochfeste,
zähe und dichte Schichten mit niedrigem Reibungskoeffizienten für die
Fahrzeugindustrie herzustellen.
Ebenfalls die Oberflächen haben es dem Verbundprojekt NSI angetan.
Hier wird mit maßgeschneiderten Nanopartikeln, nanostrukturierten
Oberflächen sowie Nanokompositen an vielseitigen
Anwendungsmöglichkeiten gearbeitet - sei es bei der
Organrekonstruktion, bei druckbaren Sicherheitsmarkierungen oder bei
Beschichtungen mit Langzeit-UV-Schutz.
Beim Projekt PHONAS denkt man beim Wort Beschichtung vor allem an
transparente, selbstreinigende oder wasserabweisende Eigenschaften.
Dank dieser Forschung können Produkte im Innen- und Außenbereich mit
speziellen Beschichtungen überzogen werden - dies könnte zum Beispiel
im Denkmal- und Umweltschutz zum Einsatz kommen.
Auch der Verbund NanoComp beschäftigt sich mit Materialeigenschaften
- allerdings im Bereich der Nanokomposite. Verbessertes
bruchmechanisches Verhalten, hohe Verschleißfestigkeit und optische
Transparenz sind die Attribute für diese neuen
Hochleistungswerkstoffe für die Luftfahrt ebenso wie für die
Automobilindustrie.
Im Bereich der Elektronik erzielt das Verbundprojekt NILaustria
große Fortschritte. Höchste Auflösung bei gleichzeitig hohem
Durchsatz, schnell und kosteneffizient - mit Ionenstrahlen werden
Arbeitsstempel mit einer Strukturgröße von 50 Nanometern erzeugt.
Vor allem in den Branchen Umwelttechnik, Solarzellen, Medizintechnik
und Atomchips ist die Arbeit des Verbundprojektes PLATON von
Bedeutung. Völlig neuartige Messgeräte und Werkzeuge werden von
österreichischen Unternehmen bereits angewendet.
Montag, 9. November, von 10 bis 18 Uhr
Bei der Veranstaltung "NANO: Wissenschaft. Wirtschaft. Wirkung. 09"
im Tech Gate Vienna werden die umfassenden Leistungen der NANO
Initiative präsentiert und diskutiert. Dabei besteht auch die
Möglichkeit, in persönlichen Gesprächen mit den WissenschafterInnen
und UnternehmerInnen aus den Verbünden vor Ort genauer zu erfahren,
was Österreichs Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Bereich
der NANO Initiative bislang geleistet haben. Das Programmmanagement
in der FFG berät darüber hinaus über nationale und europäische
Fördermöglichkeiten von hochinnovativen Forschungs- und
Entwicklungsprojekten.
Einladung und weitere Information unter: www.nanoinitiative.at oder
www.ffg.at
Mag. Dr. Margit Haas
FFG - Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft GmbH
Bereich Thematische Programme
Programmleitung Österreichische NANO Initiative
Sensengasse 1, 1090 Wien
T: +43 - (0)57755 - 5080
E [email protected]
PR&D - Public Relations für Forschung & Bildung
Campus Vienna Biocenter 2, 1030 Wien
T +43 - (0)1 / 505 70 44
E [email protected]
W http://www.prd.at
Rückfragehinweis:
Pressesprecherin, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
Susanna Enk
Tel.: +43 (0) 1 711 6265-8121
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