ÖH Uni Wien unterstützt Demo: Bildung braucht Aktion

Heutiger Aktionstag zeigt, dass Studierende um ihre Bildung kämpfen

Wien (OTS) - Seit nun mehr zwei Wochen kämpfen Studierende für ein ausfinanziertes Bildungssystem mit demokratischer und offener Lehre und Forschung. Über 500 Lehrende haben sich bereits solidarisiert -gemeinsam mit SchülerInnen und KindergartenpädagogInnen werden Konzepte für eine emanzipatorische Bildung erarbeitet.

Nach den SchülerInnenstreiks, die ab 09:00 den Unterricht lahmlegen werden, finden bis 16:00 in allen besetzten Hörsälen alternativer Unibetrieb und dezentrale Aktionen statt.
Ab 16:00 bewegen sich zwei Demozüge von Hauptuni/Karlsplatz zum Urban-Loritz-PLatz, wo ab 18:00 die Abschlusskundgebung sein wird.

Veronika Hlefert, ÖH Vorsitzteam: "Dass der Funken übergesprungen ist und mittlerweile in allen größeren Universitäten in Österreich, aber auch in Deutschland, Hörsäle besetzt werden, zeigt, wie ernst es uns ist, das Bildungsystem grundlegend zu verändern."

"Hahns Versuch, die Studierenden mit einer Minimalzusage zu beschwichtigen, ist gründlich schief gelaufen. Wir Studierenden haben gezeigt, dass wir uns selbst organisieren und für unsere Bildung kämpfen. Uns geht der Atem noch lange nicht aus!", so Oona Kroisleitner, ÖH Vorsitzteam.

Gestern wurde ein bis dato besetzer Hörsaal vor den Augen der BesetzerInnen durch Securities der Universität Wien versperrt und Gegenstände der BesetzerInnen, wie z.B. Rucksäcke und Schlafsäcke, in Beschlag genommen. Securities verlangten zur Herausgabe der Privatgegenstände einen Ausweis der Betroffenen. Auf wessen Anweisung die Securities, die persönlichen Dinge den BesetzerInnen entzogen, ist noch immer unklar. "Securities haben kein Recht einen Identitätsnachweis zu verlangen",so das Vorsitzteam der ÖH Uni Wien die diese Verhaltensweise verurteilen.
Ihre persönlichen Wertgegenstände erhielten die Betroffenen schlussendlich nach Einschreiten der Arbeitsgruppe Krisenmanagement der BesetzerInnen in einem Müllcontainer wieder. "Privatgegenstände der BesetzerInnen sind nicht mit Müll gleichzusetzen - ihren Ärger über die Besetzung muss die Universität anderwertig verarbeiten. Stattdessen sollte die Unileitung endlich den Forderungen der BesetzerInnen nachkommen", schließt Flora Eder, Vorsitzteam der ÖH Uni Wien.

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