- 04.11.2009, 13:19:44
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Konferenz "Erneuerbare Energie"
Mehr als 200 Fachleute nehmen heute an der "Konferenz Erneuerbare Energie" der Kelag zum Thema "Weichenstellungen" in Velden am Wörthersee teil.
Klagenfurt (OTS) -
Egger: Die Zeit zur Erreichung der Klimaschutzziele wird knapp!
Hermann Egger, Sprecher des Vorstandes der Kelag, betonte auf der
Konferenz, dass nur noch 10 Jahre Zeit bleibe, die Klimaschutzziele
der Europäischen Union (20-20-20) zu erreichen. Es sei notwendig,
verstärkt regenerative Energiequellen zu nutzen und gleichzeitig die
Leitungsinfrastruktur zu verbessern. Die Kelag habe im Sommer den
ersten Maschinensatz im Pumpspeicherkraftwerk Feldsee in Betrieb
genommen, die zweite Ausbaustufe sei bereits in Bau. Außerdem habe
vor wenigen Wochen der Bau der Speicherpumpe Koralpe begonnen, sagte
Egger. Die Politik sei gefordert, Genehmigungsverfahren zu
beschleunigen, weil auch die Umsetzung von Projekten Zeit brauche,
ergänzte Egger. Weiteres Maßnahmenfeld der Kelag nannte Egger die
Verbesserung der Energieeffizienz in den Anlagen der Kunden. Die
Kelag biete umfangreiche Beratungsdienstleistungen, mit dem Ziel, mit
weniger Energieeinsatz den gleichen Nutzen zu erreichen.
Pöschl: Ausbau der Pumpspeicherung
Günther Pöschl, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Kelag
erläuterte, dass die Pumpspeicherkraftwerke der Kelag im Energiemix
der Zukunft eine noch größere Rolle spielen werden. Mit
Pumpspeicherkraftwerken sei es möglich, Strom aus anderen
erneuerbaren Energiequellen - wie zum Beispiel Windkraft - indirekt
zu speichern und auf diese Weise optimal zu nutzen. Aus diesem Grund
investiere die Kelag massiv in den Ausbau der Pumpspeicherung.
Fischler: Neues Steuersystem notwendig
Franz Fischler, ehemaliger EU-Kommissar stellte klar, dass das
derzeitige Energiesystem nicht zukunftsfähig sei. Es schaffe nicht
nur die bekannten Klimaprobleme, sondern bedeute auch die
Abhängigkeit Europas von Energieimporten aus politisch instabilen
Regionen. Die 20-20-20-Ziele der Europäischen Union seien erst der
Anfang, betonte Fischler. Bis zum Jahr 2050 müssten die
Industriestaaten 80 % bis 90 % ihres Energiebedarfes durch
Effizienzsteigerungen einsparen. Fischler regte an, vor diesem
Hintergrund das Steuersystem neu zu organisieren. Der Faktor Arbeit
müsste entlastet werden, dafür sollte der Ressourcenverbrauch - und
damit auch der Energieverbrauch - stärker belastet werden. Dies würde
stärkere Anreize zur Verbesserung der Energieeffizienz nach sich
ziehen.
Rückfragehinweis:
Bernadette Glanzer KELAG-Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft Unternehmenskommunikation Austria-Europe Arnulfplatz 2, 9020 Klagenfurt, Österreich Tel: +43/463/525-1440 Fax: +43/463/525-1607 mailto:[email protected] www.kelag.at
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