• 04.11.2009, 08:56:57
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Trotz Verbot: Illegale Hühnerbatterie im Waldviertel

Wien (OTS) - Gesetzliches Verbot, Anzeigen - nichts nützt: Es gibt
immer noch Hühnerbatterien in Österreich! ÖVP-Bürgermeister und
Geflügelbauer Karl Latschenberger bricht vorsätzlich das Gesetz und
quält zigtausende Hühner - das Strafverfahren gegen ihn wurde dennoch
durch die Staatsanwaltschaft eingestellt.

Schon zu Beginn des Jahres hat die Tierschutzorganisation VIER
PFOTEN aufgedeckt, dass der Biberbacher ÖVP-Bürgermeister Karl
Latschenberger trotz Käfigverbots hunderttausende Hühner in Käfigen
hält. Die BH Amstetten hat aber weder den Betrieb geschlossen noch
die Tiere beschlagnahmt, bis sie im Frühjahr wie vorgesehen
geschlachtet wurden. Bis heute hatte der hunderttausendfache schwere
Gesetzesbruch anscheinend keinerlei Konsequenzen für den Tierquäler.
Jetzt gibt es einen weiteren Skandal um den ÖVP-Bürgermeister - VIER
PFOTEN deckt auf, dass es eine weitere illegale
Latschenberger-Hühnerbatterie im Waldviertel gibt. Der
Tierschutzorganisation wurden Fotos zugespielt, die belegen, dass
über 10 Monate nach Inkrafttreten des Verbots Hühner immer noch in
Käfigen gequält werden.

Alle neun Landesregierungen haben in den vergangenen Wochen
beteuert, dass es keine Käfigbatterien in Österreich mehr gebe. Der
Amtstierarzt der BH Waidhofen/Thaya erklärt hingegen, dass der
Betrieb mehrfach angezeigt wurde und das Verfahren beim Unabhängigen
Verwaltungssenat St. Pölten ins Stocken geraten sei. Das Land
Niederösterreich weiß also sehr wohl von dem illegalen Betrieb, hat
ihn aber weder geschlossen noch die Hühner beschlagnahmt. Darüber
hinaus gab es auch eine Anzeige nach §222 StGB (Tierquälerei). Dieses
Verfahren wurde aber im September aufgrund eines Gutachtens still und
heimlich eingestellt, welches beschreibt, dass die Haltung von
Hühnern in Käfigen keine Tierquälerei sei. "Hühner illegal in Käfigen
zu quälen soll also keine Tierquälerei sein? Unverständlich für jeden
logisch denkenden Menschen. Ich frage mich wozu wir ein
Bundestierschutzgesetz haben, dass die Haltung von Hühnern in Käfigen
verbietet.", so Johanna Stadler, Geschäftsführung von VIER PFOTEN.
"Geschätzte 70.000 Hühner müssen dadurch weiter in engen Käfigen
leiden. Eine offensichtlichere Tierquälerei gibt es gar nicht! Den
misshandelten Tieren fehlen Federn, sie sind völlig ausgemergelt,
blass und am Ende ihrer Kräfte. Jeden Tag sterben zig Tiere und
landen im Abfallcontainer." VIER PFOTEN erwägt daher auch Anzeigen
wegen Amtsmissbrauchs - die Behörden haben nicht eingegriffen und
sind Mitschuld an den Qualen der zehntausenden Tiere.

"Es handelt sich hier um leidensfähige Lebewesen und nicht um ein
Bagatelldelikt wie Falschparken, weshalb aufgrund von Gefahr im
Verzug sofortiges Handeln seit Jahresbeginn überfällig ist. Wie soll
sich irgendjemand an das Tierschutzgesetz gebunden fühlen, wenn die
Behörden selbst es ignorieren?", so Stadler abschließend.

Weitere Infos auf www.vier-pfoten.at - Bildmaterial auf Anfrage
honorarfrei erhältlich.

Rückfragehinweis:

Nunu Kaller
   International Press Coordinator and Press Office Austria
   Tel: +43-1-545 50 20-66      
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