- 03.11.2009, 10:01:00
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Letzte Chance für den Klimaschutz
Die RECIPE-Studie von Allianz, WWF und Potsdam Institut für Klimafolgenforschung zeigt auf: Die EU muss sofort die Initiative ergreifen
Wien/München (OTS) - Europa muss in Kopenhagen eine Vorreiterrolle
im Kampf gegen den Klimaschutz übernehmen. Neben einem verbindlichen
eigenen Klimaschutzplan ist die EU gefordert, durch Investitionen und
Technologietransfer in die Schwellen- und Entwicklungsländer den
Kampf gegen den Klimawandel zu forcieren. Dies zeigt eine gemeinsame
Studie von Allianz, WWF, dem Potsdam Institut für
Klimafolgenforschung und vier weiteren europäischen
Forschungsinstituten anlässlich der kommenden Klimakonferenz in der
dänischen Hauptstadt. Die berechneten Investitionen seien günstig im
Vergleich zu später anfallenden CO2-Minderungskosten, so die
Untersuchung unter dem Titel "RECIPE" (Report on Energy and Cilmate
Policy in Europe). Für Europa mache sich der rechtzeitige Einstieg in
einen umfassenden Klimaschutz sogar im Alleingang durch deutlich
niedrigere Kosten bezahlt.
Anreiz für Investoren
Neben der globalen Überlebensfrage existieren somit für den
Klimaschutz auch handfeste ökonomische Argumente. "Es gibt keinen
anderen Markt, der in den nächsten zehn Jahren ein so sprunghaftes
und nachhaltiges Investitionswachstum benötigt und auch erleben wird,
wie der Klimaschutz und die Dekarbonisierung der
Wirtschaftsprozesse", sagt Joachim Faber, Vorstandsmitglied der
Allianz SE und Vorstandsvorsitzender der Allianz Global Investors.
Voraussetzung für die Investitionsbereitschaft der Wirtschaft seien
jedoch verlässliche politische Rahmenbedingungen wie der Aufbau eines
weltweiten Emissionshandels, die rasche Umsetzung der EU-Richtlinie
zur Förderung erneuerbarer Energien und eine Verstärkung der
Forschungsförderung in Klimaschutz-Technologien.
RECIPE stellt fest, dass weitere Investitionen in den Aufbau
CO2-intensiver Infrastruktur wie beispielsweise Kohlekraftwerke ohne
entsprechende Technologie vermieden werden müssen. "Wir brauchen in
Kopenhagen dringend ein verbindliches und wirksames Abkommen, das die
Investitionsströme frühzeitig so lenkt, dass die Minderungskosten
gering gehalten werden können", betont der WWF. "Noch überfordern die
Kosten des Klimaschutzes keine Weltregion", geben sich die
Studienautoren optimistisch. Würden die CO2-Minderungspfade sofort
beschritten, koste dies Europa bis 2050 eine Wachstumsverzögerung von
gerade mal einem Jahr. Schon 2020 schließe sich freilich das
Handlungsfenster für ambitionierten Klimaschutz zur Gänze.
Zahlreiche Handlungsfelder
Konkrete Handlungsoptionen sieht die Studie in allen vier
untersuchten Wirtschaftssektoren. So sei eine vollständige
Dekarbonisierung des Energiesektors ebenso möglich wie eine massive
Reduktion der verkehrsbezogenen Emissionen durch alternative
Kraftstoffe, Elektrifizierung oder Umstieg auf die Schiene. Im
Industriebereich müsse der nächste Investitionszyklus unbedingt
CO2-emissionsmindernd genutzt werden, in der Landwirtschaft gelte es,
die Speicherfähigkeit von Böden und Vegetation gezielt zu nutzen
sowie die Düngemittel-Emissionen und den Viehbestand zu reduzieren.
Im Kampf gegen den Klimawandel ist auch die Allianz Gruppe in
Österreich seit Jahren aktiv und als einzige Versicherung des Landes
Mitglied der WWF Climate Group Austria. "Im globalen
Industriegeschäft sind inzwischen 40 Prozent der Versicherungsschäden
klimabedingt, Tendenz steigend", berichtet Dr. Johann Oswald,
Vorstandsmitglied der Allianz Österreich. Für eine Versicherung sei
daher ein Engagement in Sachen Klimaschutz gleichermaßen
gesellschaftlich verantwortungsvoll wie ökonomisch notwendig.
Rückfragehinweis:
Dr. Marita Roloff Unternehmenskommunikation Allianz Elementar Versicherungs-Aktiengesellschaft Allianz Elementar Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft Hietzinger Kai 101-105, 1130 Wien Tel: 01/878 07 - 80726, Fax: - 40261 E-Mail: [email protected] Internet: www.allianz.at
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