Präs. LAbg. Andrea Gottweis: Rezeptfreiheit "der Pille danach" zeigt von Verantwortungslosigkeit

St.Pölten (OTS) - Die "Pille danach" rezeptfrei abzugeben, zeugt von unglaublicher Verantwortungslosigkeit, zeigt sich die Präsidentin des Österreichischen Familienbundes LAbg. Andrea Gottweis heute entsetzt. Prinzipiell steht der Österreichische Familienbund der "Pille danach" ohnehin kritisch gegenüber, da sie frühabtreibende Wirkung haben kann.

Die "Pille danach" ist ein schweres Hormonpräparat, das nicht wie Hustenzuckerln in der Apotheke abgegeben werden darf. Daran ändern auch dubiose Umfragen nichts, die auffälligerweise ausgerechnet jetzt öffentlich wirksam lanciert werden. Nach Vorstellungen des Gesundheitsministers kann in Zukunft jeder Jugendliche ohne Altersbeschränkung in der Apotheke "die Pille danach" einkaufen. Es ist unfassbar, dass so fahrlässig mit der Gesundheit unserer Jugend umgegangen wird. Jeder medizinische Hustensaft ist rezeptpflichtig, aber ein Hormonpräparat mit frühabtreibender Wirkung soll ohne Untersuchung eines Arztes beliebig abgegeben werden.

Wertorientierte Sexualaufklärung in Schule

Anstatt Jugendliche gesundheitlichen Risken auszusetzen, indem die "Pille danach" bagatellisiert wird, soll sich der Gesundheitsminister besser mit der Forcierung einer wertorientierten Sexualaufklärung beschäftigen. Außerdem stehe immer noch die nunmehr seit 34 Jahren bestehende Forderung nach flankierenden Maßnahmen bei der Fristenregelung im Raum. Eine anonyme Statistik, warum es in einem Land wie Österreich zu so vielen Abtreibungen kommen muss, ist ebenso ausständig, wie eine Trennung von beratendem und abtreibendem Arzt. Es ist absurd in Zeiten, in denen ganz Europa den dramatischen Geburtenrückgang beklagt, weitere noch dazu gesundheitsgefährdende Methoden zu überlegen Kinder zu verhindern, schloss Gottweis.

Rückfragen & Kontakt:

Österr. Familienbund, Tel: 0676 528 15 85

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FAM0001