- 01.11.2009, 16:49:50
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"Pille danach": "Kirche steht auf der Seite des Lebens"
Lebensschutzbeauftragte der Erzdiözese Wien, Stephanie Merckens, fordert Ende der "Schönrednerei" über die Abtreibungspille
Wien, 01.11.2009 (KAP) Ein Ende der "Schönrednerei" über die
offensichtlich geplante Rezeptfreistellung der "Pille danach"
forderte die Lebensschutzbeauftragte der Erzdiözese Wien, Stephanie
Merckens, am Sonntag. Wörtlich sagte die Lebensschutzbeauftragte:
"Wer sagt, die 'Pille danach' habe keine abtreibende Wirkung, geht
davon aus, dass eine Schwangerschaft erst mit der Einnistung des
Embryos beginnt. Wissenschaftlich ist aber klar, dass bereits ab
Verschmelzung von Ei- und Samenzelle ein neuer Mensch entstanden
ist". Wer verhindere, dass sich dieses neue menschliche Wesen in der
Gebärmutter einnisten kann, beende dessen Leben, so Stephanie
Merckens. Die Kirche aber stehe konsequent "auf der Seite des
Lebens".
Es sei völlig irreführend, ohne Unterschied zu behaupten, die "Pille
danach" verhindere ungewollte Schwangerschaften, betonte die
Lebensschutzbeauftragte der Erzdiözese Wien. Das sei eben nur dann
der Fall, wenn diese Pille vor dem Eisprung eingenommen wird:
"Zwischen Befruchtung und Einnistung wird nicht mehr verhindert, da
wird beendet".
Gerade bei jungen Mädchen sei darüber hinaus auch die
Hormondosierung dieser Pille kritisch, erinnerte Stephanie Merckens:
"Mediziner warnen vor einer unkontrollierten Einnahme 'irgendwann im
Zyklus'". Junge Mädchen wären davon besonders betroffen, weil sie
ihren Zyklus aller Wahrscheinlichkeit nach noch am wenigsten kennen.
"Statt uns ständig zu überlegen, wie man Abtreibung noch leichter
machen kann, sollten wir uns für einen menschenwürdigeren Umgang mit
Sexualität stark machen. Mit Sexualität, die den Menschen achtet,
Liebe schenkt und für das Leben offen ist", unterstrich Stephanie
Merckens. Sie unterstütze daher die Forderung nach einem umfassenden
Sexualunterricht: "Wichtig ist, dass Sexualität nicht auf
mechanische Vorgänge reduziert wird. Sexualerziehung macht dann
Sinn, wenn sie aus jungen Menschen liebende Menschen macht". Im
Gegensatz zu vielen zeitgeistigen Strömungen, die Sex aus jeglichem
Beziehungs- und Verantwortungsverhältnis reißen wollen, stehe die
Kirche auf der Seite der Liebe und des Lebens: "Und der Mensch
braucht Liebe. Eine Liebe, die wertschätzt und mit Leben erfüllt
ist".
(forts)
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