- 01.11.2009, 13:20:53
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Minister Stöger: Ärzte haben keine Kostensensibilität
Wien (OTS) - Völlig unsensibel äußert sich der Gesundheitsminister
zu einem zentralen Thema der österreichischen Innenpolitik: der
Sanierung unseres Gesundheitswesens. Seiner Weisheit letzte Schluss
ist das Verbot von Spekulation bei strikter Verpflichtung zur
Ökonomie.
Die Gesetzliche Umsetzung liegt allerdings noch im Nebel der
Zukunft. Und die ersten Schimmer geben keine Hoffnung.
Strikt gespart werden soll bei den Medikamentenkosten. Das
Billigste wird für die Patienten gut genug sein. Dass das "Salzburger
Modell", bei dem "endlich Verantwortung wahrgenommen wird" an
praktischer Undurchführbarkeit vor dem Scheitern steht, kümmert den
Minister wenig.
Dass der Bund in Zukunft Aufsichtsbehörde für alles im
Gesundheitswesen sein soll, stimmt eher bedenklich. Erleben wir doch
zurzeit, dass der Staat entgegen aller Warnungen kompetenter
Fachleute mit aberwitzigem finanziellem Aufwand gegen die neue Grippe
vorgeht.
Demnächst werden neuerlich Unsummen in einen anderen Wirtschaftszweig
fließen, wenn ELGA den Weg von der menschenzentrierten
Krankenbehandlung zur diagnosezentrierten Krankheitsverwaltung ebnen
soll.
Bei Herrn Minister Stöger könnte man Kostensensibilität durchaus
vermissen, bei der Österreichischen Ärzteschaft, der seit Jahren
Realeinkommensverluste beschieden sind, schlimmstenfalls
Honorarsensibilität.
Rückfragehinweis:
Dr. Christian Euler, Österreichischer Hausärzteverband
Tel.: 02685 60760, Tel.: 02685 607772, Tel.: 0664 2014807
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