• 31.10.2009, 08:00:23
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"profil": Busek: "Geistiger Provinzialismus"

Busek kritisiert Hahn - Österreich könnte "bedeutungsloses Bildungsressort" bekommen

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" übt der frühere Vizekanzler
und ÖVP-Chef Erhard Busek scharfe Kritik an der Europapolitik der
Regierung. "Im Moment sehe ich keine Europapolitik. Wir sind bei
europäischen Treffen viel zu wenig präsent. Es herrscht ein geistiger
Provinzialismus bei beiden Regierungsparteien", kritisiert der
Politiker. Dadurch steige die EU-Ablehnung in der Bevölkerung. "Nicht
die EU ist schuld an der kritischen Stimmung, sondern die handelnden
Politiker."

Auch die Kür von Wissenschaftsminister Johannes Hahn zum neuen
EU-Kommissar sei "alles andere als optimal" verlaufen. "Leider ist
Dr. Hahn schlecht gestartet. Denn zu glauben, man könne Wiener
ÖVP-Obmann und Kommissar sein, wird ihm bei der Anhörung im
Europäischen Parlament noch Schwierigkeiten machen", meint Busek im
"profil"-Interview. "Wer hat ihn informiert? Wenn wir in der Folge
das bedeutungslose Bildungsressort bekommen, sind wir selber schuld."

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

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