"profil": Busek: "Geistiger Provinzialismus"

Busek kritisiert Hahn - Österreich könnte "bedeutungsloses Bildungsressort" bekommen

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" übt der frühere Vizekanzler und ÖVP-Chef Erhard Busek scharfe Kritik an der Europapolitik der Regierung. "Im Moment sehe ich keine Europapolitik. Wir sind bei europäischen Treffen viel zu wenig präsent. Es herrscht ein geistiger Provinzialismus bei beiden Regierungsparteien", kritisiert der Politiker. Dadurch steige die EU-Ablehnung in der Bevölkerung. "Nicht die EU ist schuld an der kritischen Stimmung, sondern die handelnden Politiker."

Auch die Kür von Wissenschaftsminister Johannes Hahn zum neuen EU-Kommissar sei "alles andere als optimal" verlaufen. "Leider ist Dr. Hahn schlecht gestartet. Denn zu glauben, man könne Wiener ÖVP-Obmann und Kommissar sein, wird ihm bei der Anhörung im Europäischen Parlament noch Schwierigkeiten machen", meint Busek im "profil"-Interview. "Wer hat ihn informiert? Wenn wir in der Folge das bedeutungslose Bildungsressort bekommen, sind wir selber schuld."

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