• 30.10.2009, 16:05:10
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"KURIER"-Kommentar von Karin Leitner: "Geld-Hahn gefunden"

Der Minister hat erkannt, dass das Motto "Hinter mir die Sintflut" kein gutes ist.

Wien (OTS) - Es hatte mit der Besetzung eines Hörsaals in Wien
begonnen, weitete sich - in Form von Demonstrationen - auf ganz
Österreich aus. Lehrende, Interessenvertreter und die SPÖ erklärten
sich mit den - gegen die Zustände an den Universitäten -
protestierenden Studenten solidarisch.
Wissenschaftsminister Johannes Hahn ließ sich von alldem nicht
beeindrucken: Es werde keinen Cent mehr geben; das Budget sei ohnehin
um 17 Prozent aufgestockt worden. Quasi über Nacht stellt er nun doch
weitere 34 Millionen für 2010 bereit.
Was ist geschehen? Die ÖVP hat wohl erkannt, dass es nicht gut
ankommt, wenn der nach Brüssel entschwindende Hahn ein Chaos an den
Hochschulen hinterlässt. Schließlich wird ja auch sein Nachfolger aus
ihren Reihen rekrutiert. Für Hahn selbst wäre schlechte Nachrede in
der Heimat kein guter Einstand in der EU-Kommission.
Auch wenn mit den zusätzlichen Millionen nicht die Ursachen der
Misere, sondern die Symptome bekämpft werden - die Studenten sollten
sich freuen. Bei viel größeren Aufmärschen in der Vergangenheit haben
sie viel weniger erreicht.

Rückfragehinweis:
KURIER, Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/ 2649

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