Keine Angst vor Allerheiligen

Katholische Jungschar fordert kritische Auseinandersetzung mit Halloween

Wien (OTS) - Totenköpfe, Gruselmasken und Naschzeug stehen für viele Kinder ganz oben auf ihrer Wunschliste rund um den 31.Oktober. Die Katholische Jungschar fordert mit ihrem Positionspapier zu "Halloween" gesellschaftliches und kirchliches Umdenken: "Dem Bedürfnis der Kinder nach Auseinandersetzung mit Sterben, Tod oder der 'Unterwelt' und der Lust an der Verkleidung kann auch anders nachgekommen werden als mit gekauften Skelettmasken und dem Erpressen von Süßigkeiten" fasst Stefan C. Leitner, Bundesvorsitzender der Katholischen Jungschar, das Grundanliegen des Papiers zusammen.

Süßigkeiten gegen Streichandrohung zu erhalten, widerspräche dem respektvollen Miteinander von Kindern und Erwachsenen, führt Leitner weiter aus. Die Jungschar fordert auch einen sensiblen Umgang mit Kinderängsten, weil "der spielerische Umgang mit dem 'Fürchten' zwar für viele Kinder großen Anreiz hat, die Grenzen zwischen sich gruseln und sich ängstigen aber oft fließend sind. Kinder müssen selbst bestimmen können, inwiefern sie sich einer gruseligen Situation aussetzen und auf jeden Fall die Kontrolle über das Geschehen behalten."

Als größte katholische Kinderorganisation verlangt die Jungschar von der Amtskirche eine stärkere Gewichtung der Kinderpastoral in den Gemeinden, wie zum Beispiel mehr Angebote für Kinder, vor allem gerade rund um Allerheiligen, sich spielerisch mit den Themen Sterben und Tod auseinandersetzen zu können. "Kinder haben einen ganz eigenen Zugang zu diesen schweren Themen, der in mancher Hinsicht auch ein lustvollerer ist, als ihn Erwachsene haben. Wir müssen uns trauen, neue Wege bei der Gestaltung von Ritualen zu suchen, damit die Bedürfnisse von allen, auch die der Jüngsten, berücksichtigt werden", so Leitner abschließend.

Das Positionspapier zum Thema finden Sie auf der Homepage:
http://www.jungschar.at/index.php?id=489

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Linda Kreuzer
Katholische Jungschar Österreichs
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