• 29.10.2009, 11:07:11
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SJÖ/VSStÖ/AKS: 50.000 Menschen lautstark für freie Bildung!

Bildungspolitik braucht einen Kurswechsel

Wien (OTS) - Über 50.000 Studierende, SchülerInnen und
solidarische Menschen haben sich gestern in Wien lautstark dem
größten Studierendenprotestzug seit Jahren angeschlossen, zu dem auch
die Sozialistische Jugend (SJÖ), der Verband Sozialistischer
StudentInnen (VSStÖ) und die Aktion Kritischer SchülerInnen (aks)
aufgerufen hatten. Die Jugendorganisationen unterstützen weitere
Protestmaßnahmen der Studierenden und fordern die Bundesregierung
auf, dieses starke Zeichen ernst zu nehmen und die Bildungsmisere in
diesem Land zu beenden.

SJÖ-Vorsitzender Wolfgang Moitzi zeigt sich beeindruckt vom
lautstarken und bunten Protest des gestrigen Abends: "Diese Proteste
können von niemandem mehr klein geredet oder ignoriert werden. Die
Studierenden haben gezeigt, dass sie die untragbaren
Studienbedingungen nicht mehr länger hinnehmen werden. Eine
Fortführung der aktuellen Politik kann es im Bildungsbereich nicht
mehr geben. Die Politik von Noch-Wissenschaftsminister Hahn ist
gescheitert - jetzt müssen Veränderungen her", so Moitzi.

"Die Ignoranz des Wissenschaftsministers gegenüber den
katastrophalen Zustanden an den Hochschulen ist blanker Hohn", so
VSStÖ-Bundesvorsitzende Sophie Wollner. "Die Studierenden haben ihre
Forderungen schon längst auf den Tisch gelegt: Ausfinanzierung der
Unis, Demokratisierung der Hochschulen und Abschaffung jeglicher
Zugangsbeschränkungen. Anstatt gebetsmühlenartig "Studiengebühren" zu
fordern, müssen Hahn und die Bundesregierung endlich an der
Beseitigung dieser Großbaustellen arbeiten."

"Freie Bildung für alle ist kein Slogan, sondern
gesellschaftspolitische Notwendigkeit", setzt Iris Schwarzenbacher
von der aks nach. "Durch die soziale Selektion an den Schulen und
Universitäten werden zu viele Kinder und Jugendliche vom
Bildungssystem ausgeschlossen, weil sie nicht über die notwendigen
ökonomischen Mittel verfügen. Wir fordern ein sozial gerechtes
Bildungssystem, in dem die freie Bildung für alle im Vordergrund
steht und nicht die bloße Ausbildung nach wirtschaftlicher
Verwertbarkeit" schließt die aks-Vorsitzende.

Rückfragehinweis:
Philipp Lindner, SJÖ Pressesprecher, Tel.: 0699 81 25 22 41
Stefanie Grubich, VSStÖ Pressesprecherin, Tel.: 0676/385 88 13
Iris Schwarzenbacher, AKS-Vorsitzende, Tel.: 0699/114 08 142

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