• 28.10.2009, 16:26:47
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Tiroler Nachtfahrverbot gilt für umweltfreundlichste Lkw vorerst nicht

WKÖ-Bollmann: Vernünftige Lösung im Sinne der Wirtschaft

Wien (OTS/PWK811) - Umweltfreundliche Lastkraftwagen mit der
modernsten Abgastechnologie EURO 5 sind weiterhin vom Tiroler
Nachtfahrverbot ausgenommen. Die Schienentransporte werden gestärkt,
indem neben Fahrten zur Eisenbahnverladung am Bahnterminal Wörgl
künftig auch jene zum Terminal Hall in der Nacht gestattet sind,
wovon vor allem Unternehmungen aus Vorarlberg profitieren.
"Damit konnte doch noch eine vernünftige Vorgehensweise bei der
Neuregelung dieser Luftreinhaltemaßnahme gefunden werden, ist der
Obmann der Sparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer
Österreich, Harald Bollmann, über das Einlenken des Landes Tirol
erleichtert. Das ab 1. November 2009 drohende generelle
Lkw-Fahrverbot auf der A12 Inntalautobahn in der Nacht konnte damit
abgewendet werden.

Bollmann lobt auch das konstruktive Verhandlungsklima mit
Landeshauptmannstellvertreter Gschwentner, der sich letztendlich den
Argumenten der Wirtschaft gegenüber nicht verschlossen hat.

"In wirtschaftlich schwierigen Zeiten, in denen auf fahrintensiven
Strecken wie der A12 Inntalautobahn praktisch jeder fünfte Lkw
ausfällt, wäre eine totale Lkw-Blockade ein ungebührlicher Schlag
gegen die Wirtschaft und insbesondere gegen die Transportwirtschaft
gewesen. Tagsüber müssen bereits wegen des Sektoralen Fahrverbots
bereits 20 Prozent aller Güterbeförderungen samt Lkw auf die Schiene
verladen werden. Zudem gilt auf der A12 bereits ein ganzjähriges
Fahrverbot rund um die Uhr für ältere Fahrzeuge der EURO-Klassen 0
bis 2", erläutert Bollmann.

"Ein gänzliches Fahrverbot auf der A12 hat insbesondere deshalb
gedroht, weil die Ausnahme für die noch umweltfreundlichere
Generation der EURO 6 Lkw noch nicht gegriffen hätte. Diese Fahrzeuge
stehen erst 2011 zur Verfügung. Ein Euro 6 Lkw emittiert um 97
Prozent weniger Schadstoffe als ein Euro 0 Lkw der 90er Jahre. Bei
den nun für ein weiteres Jahr ausgenommenen Euro 5-Lkw kommt bereits
eine Emissionsreduktion um 87 Prozent bei Stickoxiden und 95 Prozent
bei Ruß zum Tragen", erkennt Bollmann eine enorme technische
Entwicklung bei den Fahrzeugen und damit einen beachtlichen Beitrag
zum Immissionsschutz.

"Derzeit liegt die Austauschrate bei den Lkw um ein Drittel
niedriger. Bei Sattelkraftfahrzeugen liegen die Neuzulassungen auf
halbem Niveau. In der aktuellen wirtschaftlichen Lage haben viele
Beförderungsunternehmen Schwierigkeiten, die Mehrkosten von 6000 bis
8000 EURO für Neufahrzeuge zu bewältigen. Zudem ist die Senkung der
Kraftfahrzeugsteuer für Lkw bisher nicht umgesetzt worden", fordert
Bollmann finanzielle Anreize zur Fuhrparkerneuerung.

Für künftige Vorziehkäufe von Fahrzeugen, die Abgasstandards
erfüllen, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen, ist die
rasche Einrichtung eines Förderinstrumentariums wie im
Regierungsübereinkommen vereinbart unbedingt erforderlich", erwartet
Bollmann ein baldiges Handeln von Umweltminister und Finanzminister.
(IP)

Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich, Bundessparte Transport und Verkehr
Dr. Erik Wolf
Tel.: Tel.: (++43) 0590 900-3251
mailto:bstv@wko.at
http://wko.at/verkehr

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