• 28.10.2009, 12:18:54
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VP-Leen ad Brauner/Oxonitsch: Symtombekämpfung - am Besten mit den Mitteln des Bundes

Wien (OTS) - "Dass Wien in Sachen Realitätsverdrehung ganz weit
vorne dabei ist, ist soweit nichts Neues. Den jungen Menschen in Wien
die Einrichtung von Lehrwerkstätten als Top-Ausbildung zu verkaufen,
grenzt jedoch an Realitätsverweigerung.", so Stadträtin Isabella Leeb
in einer ersten Reaktion auf den heutigen Besuch von Brauner und
Oxonitsch in einer Lehrwerkstatt.
"Das Herz der Wiener Wirtschaft bilden die KMUs, die
Familienbetriebe. Sie sind auf Facharbeiternachwuchs aus den eigenen
Reihen angewiesen und gehören gestärkt. Das sind jene
Unternehmen, die kommunal unterstützt werden müssen, die
Facharbeiterausbildung wahrzunehmen.", so Leeb weiter.

Die Realität würde leider anders aussehen, denn der
Facharbeiternachwuchs käme größtenteils aus dem Wiener
Pflichtschulbereich und würde mit eklatanten Schwächen in den
Basisqualifikationen auf den Lehrstellenmarkt drängen. " Ob
Sinnerfassendes Lesen, rudimentäre Kenntnisse im Bereich der
Mathematik oder kaum vorhandene soziale Kompetenzen - die Defizite
der Lehrstellensuchenden sind oft groß. Die Beseitigung der Defizite
können den KMUs - neben der Vermittlung von Lehrinhalten - nicht
auch noch aufgebürdet werden.", erläutert die Stadträtin der ÖVP
Wien.

Die Stadt Wien würde sich jedoch nicht bewegen und erklärt, dass im
Bildungsbereich alles paletti wäre, während Lehrstellensuchende mit
großen Mängeln in den Lehrwerkstätten versteckt würden. Damit wären
sie für drei Jahre aus der Arbeitslosenstatistik verschwunden, und
die Kosten dafür werden - einmal mehr - auf den Bund abgewälzt. "Eine
Gleichwertigkeit von Lehrwerkstätten mit einer Ausbildung im
Unternehmen herbeizureden, ist Realitätsverweigerung erster Güte.",
so Leeb: "Denn die beste Ausbildung findet nach wie vor da statt, wo
sie hin gehört, und zwar in den Betrieben. Gerade im österreichischen
Ausbildungssystem der dualen Ausbildung lag jahrzehntelang der
Vorsprung, den sich Österreichische Facharbeiter im internationalen
Vergleich hart erkämpft haben."
Anstatt die Zeit zu nutzen und die Defizite der jungen Menschen
auszugleichen, Basisqualifikationen nachzuholen und sie fit für den
Job zu machen, würden in Lehrwerkstätten Berufe im Trockentraining
vermittelt. Und das oftmals sogar für Branchen, in denen gar kein
Bedarf besteht.
"Lehrwerkstätten lösen nicht das Problem, nicht für die Jugendlichen
und auch nicht für die Unternehmer, die aufgrund der demografischer
Entwicklung schon bald einen Facharbeitermangel haben werden.",
Isabella Leeb, die fordert, dass die Stadt Wien muss endlich ihre
kommunale Verantwortung wahrnimmt und Bildungsstandards im
Pflichtschulsystem sicherstellt.

"Anstelle dreijähriger, überbetrieblicher Lehrausbildung, muss es ein
intensives Jahr geben, in dem Jugendliche Versäumtes nachholen und
fit für den Job gemacht werden. Und damit in Wien endlich was
weitergeht, müssen Unternehmen, die Lehrlinge ausbilden, zusätzlich
auch auf kommunaler ebene gefördert werden.", so Leeb abschließend.

Rückfragehinweis:
ÖVP Wien - Pressestelle, TEL (01) 515 43 - 942, FAX (01) 515 43 - 929, mailto: [email protected], http://www.oevp-wien.at

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