- 28.10.2009, 11:01:29
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Wenn "Wally"-Prozess verloren geht: Leopold will sich an Österreichischer Galerie schadlos halten
Wien (OTS) - Der 12 Jahre dauernde Konflikt um das in New York
beschlagnahmte "Bildnis Wally" von Egon Schiele aus der Sammlung
Leopold wird demnächst in den USA gerichtlich ausgetragen. Geht der
Prozess verloren, will sich das Sammler-Ehepaar Leopold an der
Österreichischen Galerie im Belvedere schadlos halten. Das berichtet
NEWS in seiner morgen erscheinenden Ausgabe.
Hintergrund ist eine Transaktion, die Leopold 1954 mit der Galerie
vornahm: Er tauschte das unbelastete Schiele-Gemälde "Rainerbub" aus
seiner Sammlung gegen die nur halb so wertvolle "Wally", weil sich
das Pendant in seinem Besitz befindet. "Wally" war aber von der
amerikanischen Besatzungsmacht versehentlich an einen falschen
Empfänger restituiert worden, der das Bild an die Österreichische
Galerie veräußerte.
Geht nun der Prozess verloren, will Leopold den Tausch rückgängig
machen und den heute auf vier bis sechs Millionen Euro geschätzten
"Rainerbub" zurückholen. Die Österreichische Galerie wäre dann wieder
im Besitz der "Wally" mit allen zugehörigen Unzukömmlichkeiten.
Elisabeth Leopold in NEWS: "Von der Österreichischen Galerie hat
Leopold das Bild bekommen, nicht von Frau Jaray! Aber die Wahrheit
nimmt niemand zur Kenntnis." Und zum möglichen Rücktausch: "Das
werden wir wahrscheinlich auch tun müssen, wenn die ,Wally? verloren
geht. Aber es ist nicht der Wunsch Leopolds. Die ,Wally? ist für
einen Kenner eine unglaublich wichtige Person. Mein Mann will sie
unter allen Umständen wiederhaben."
Belvedere-Direktorin Agnes Husslein zu NEWS: "Das ist maximal ein
Wunschtraum ohne rechtliche Grundlage."
Rückfragehinweis:
Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103
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