- 28.10.2009, 09:46:12
- /
- OTS0044 OTW0044
"Kreativität ist der entscheidende Faktor für wirtschaftlichen Erfolg"
16. KMU-Gipfel mit BM Claudia Schmied zum Thema "Kreativität und Wirtschaft"
Wien (OTS) - Am 27. Oktober diskutierte in den Hofstallungen des
Wiener Museumsquartiers eine prominente Runde aus Politik und
Wirtschaft über die Bedeutung kreativen Schaffens für die Wirtschaft,
die Creative Industries als Wirtschaftsfaktor und die
Herausforderungen der Zukunft für die wachsende Gruppe der
Ein-Personen-Unternehmen (EPU) unter den Kreativen.
"Egal ob in meinem früheren Leben in der Bank oder jetzt in der
Bildungspolitik: Kreativität ist überall, quer durch alle Branchen
und Hierarchien, gefragt. Und in der Wirtschaft von heute wohl der
entscheidende Erfolgsfaktor", stellte Bundesministerin Claudia
Schmied in ihrem Eröffnungsstatement fest. Aufgabe der Politik sei
es, den Rahmen zu gewährleisten, in dem kreatives Schaffen und
Innovation möglich werden. Im Bereich der prekären
Arbeitsverhältnisse und für die vielen EPU in der Kreativbranche
müsse noch mehr für eine bessere soziale Absicherung getan werden -
denn sonst "wird die Ich-AG schnell zur Hochrisiko-AG". Und auch für
die Politik selbst müsse gelten: "Innovation ist erstrebenswert. Im
öffentlichen Dienst dürfen wir uns dieser Erkenntnis nicht verweigern
und müssen reformbereit bleiben."
Der Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Wien
Fritz Strobl bezog sich in seinem Statement auf die Wichtigkeit,
kreative Gedanken auch wirklich "auf den Boden zu bringen": Klare
Ziele setzen, regelmäßige "Reality Checks" im Bekanntenkreis und bei
den Profis der WKO oder des Wiener Wirtschaftsförderungsfonds und
einen langen Atem nannte er als wichtige Erfolgsfaktoren. Außerdem
diskutierte er mit der Moderatorin des Abends, der Vorsitzenden des
Jungen Wirtschaftsverbandes Katharina Schinner, die These, dass
Innovation und kreatives Denken bei KMU weiter verbreitet seien als
bei Großunternehmen: "Oft wechseln junge, engagierte Leute aus
Konzernen in die Selbstständigkeit, weil sie sich so selbst
verwirklichen können. Ohne starre Strukturen und bürokratische
Hürden. Sie sind für mich die vielen kleinen, wendigen Boote, die auf
der momentan rauen See flexibler, schneller und wendiger Sind als die
großen Tanker."
Gerade in der Anfangszeit der Selbstständigkeit müsse die Politik
handeln, betonte Katharina Schinner in der Diskussion. Für sie ist
das Angebot an Information und Beratungsleistungen ein entscheidender
Faktor: "Oft können wir Menschen Perspektiven aufzeigen, über die sie
schlichtweg nicht Bescheid gewusst haben. Oder aber wir müssen in
einem Beratungsgespräch feststellen: Wäre die Unternehmerin nur vor
ein paar Monaten zu uns gekommen, dann hätten wir noch ganz anders
helfen können. In jedem Fall steht für uns fest: Umfassende
Information ist hier seitens der Politik das Gebot der Stunde."
Als Expertin im Bereich der Creative Industries zeigte die
Geschäftsführerin der Vienna Film Commission Marijana Stoisits die
enormen Gewinne auf, die der Wirtschaftsstandort Wien von der
Filmindustrie hat: "Es ist natürlich einerseits ein Imagegewinn, den
Wien von Filmen in und aus Wien erreicht. Aber natürlich profitieren
auch Zulieferer, Nahversorger und die Tourismusbranche enorm von den
Filmschaffenden in der Stadt. 'Kommissar Rex' hat beispielsweise zu
einer wahren Flut an italienischen Touristen geführt. Und wenn ein
Bollywood-Film in Wien gedreht würde, so wäre das ein
Touristenpotenzial von zwei Milliarden Menschen."
Ein großes Thema des Abends war auch die Aus- und Weiterbildung
für kreative Selbstständige. Peter Grabner, Vizepräsident des
Wirtschaftsverbandes Wien: "Eine aktuelle Studie der
Wirtschaftskammer zeigt deutlich: Was junge UnternehmerInnen wirklich
brauchen, ist Networking und Weiterbildung. In beiden Bereichen haben
wir die richtigen Schritte gesetzt." Die "Vienna Business Academy"
bietet Wiener UnternehmerInnen einen Lehrgang zum Thema
Unternehmensführung an, und im Rahmen der "Vienna Business Nights"
bringt Grabner regelmäßig zahlreiche UnternehmerInnen in exklusiver
und doch lockerer Atmosphäre zusammen. "Für uns ein VIP-Abend für
junge Selbstständige, der grandios angenommen wird."
Abschließend betonte BM Claudia Schmied, dass es in Fragen von
Kreativität ganz wesentlich sei, schon sehr früh anzusetzen. In der
Schule müsse Mut, Zuversicht und Selbstvertrauen vermittelt und
gestärkt werden, für Schmied wichtige Voraussetzungen für wirkliche
Kreativität. "Es gilt, die Kinder zu begeistern. Gleichzeitig müssen
wir ihnen auch das nötige Wissen über kaufmännische Zusammenhänge
vermitteln. Denn daran fehlt es noch oft im unternehmerischen
Alltag." Den Abend schloss Fritz Strobl mit dem Hinweis auf die
Wirtschaftskammerwahlen von 27. Februar bis 2. März 2010: "Hingehen
ist wichtig, denn nur so stärken die UnternehmerInnen ihre wichtigste
Interessensvertretung."
Rückfragehinweis:
& Fotomaterial:
Mag.a Julia Valsky
[email protected]
01 / 5224766-32
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | WVW






