FHs: Der Zweck heiligt nicht die Mittel

Besetzung von Hörsälen ist sicher nicht im Sinne aller Studierenden

Linz (OTS) - Aufgrund der Ereignisse der letzten Tage, ist es für die genannten Studierendenvertretungen des FH Technikum Wiens, der FH Kärnten, der FH Salzburg, der FH Vorarlberg, der FH Oberösterreich und der FH des bfi Wiens wichtig, sich von der Vorgehensweise der AudiMax-Besetzung zu distanzieren.

"Die derzeitige Gangart, mit welcher die Protestbewegung ihre Forderungen durchsetzen will, ist weder konstruktiv noch zielführend", so der Vertreter Michael Berger von der FH Kärnten. Durch die fragewürdige Medien- und Internetauftritte der Besetzer werden wichtige Forderungen wie die Ausfinanzierung der Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen ins Lächerliche gezogen und die Studierenden bloßgestellt.

Für die BV-Mandatarin der Studierendenvertretung des FH Technikums Wien, Karoline Derkits, ist klar, "Besetzungen von Universitäten bzw. Vandalismus kann und soll nicht Ausdruck dafür sein, Missstände aufzuzeigen". Der Eventcharakter der Besetzung mit Bier und Partymusik, sowie die Zerstörung von Allgemeingut ist nicht die Form eines Protestes, wie ihn sich die Studierendenvertreterinnen und -vertreter der Fachhochschulen wünschen.

"Für uns als Studierendenvertreterinnen und -vertreter ist klar, dass wir uns für die Probleme der Studierenden voll und ganz einsetzen. Die Schaffung von Hindernissen, wie die Absage von Lehrveranstaltungen, weil Hörsäle besetzt sind, ist für uns kein probates Mittel", ist sich Kurt Rothleitner, der Vorsitzende der Studierendenvertretung an der FH des bfi Wien, sicher.

"Ein Rückzug aus dem Bologna-Prozess wäre in diesem weit vorangeschrittenen Stadium der Umsetzung im Sinne der Vergleichbarkeit des Bildungssektors, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene, nicht sinnvoll." Der Studierendenvertreter der FH Salzburg, Michael Keilhacker, ist optimistisch, dass die Durchlässigkeit von Fachhochschulen und Universitäten weiter steigen wird und somit der Bachelor-Master-Prozess erfolgreich sein wird.

"Einige Forderungen der Besetzer fallen in die Kategorie "Armutsbekämpfung" sind zwar im Grunde zu unterstützen, benötigen im realen Leben aber Lösungsvorschläge " so der Vorsitzende der Studierendenvertretung der FH Oberösterreich Daniel Zeilbauer. " Die Gangart der AudiMax-Besetzer liegt nicht im Interesse der Studierendenvertretung der FH Oberösterreich und wird auf keinen Fall von diesen unterstützt.

Gerade jetzt wird der Ruf nach einer starken ÖH laut. Die ÖH-Bundesvertretung sollte diese Proteste als Chance sehen ihre Konstruktivität unter Beweis zu stellen!" so Zeilbauer weiters. "Auch die Forderungen des FH- Campus Wiens enthalten keine konkreten Lösungsvorschläge und sind teilweise sehr schwammig formuliert." Für das weitere Vorgehen wünscht sich Zeilbauer die Rückkehr zu einer konstruktiven Zusammenarbeit aller Beteiligten, um die bestmöglichen Voraussetzungen für alle Studierenden zu schaffen.

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