• 22.10.2009, 16:35:25
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Lehrergewerkschafter Maresch: Probleme gehören ausgesprochen und gelöst

Wien (OTS) - Die durch die neun Ländervorsitzenden der
Christgewerkschafter (FCG) in der PflichtschullehrerInnengewerkschaft
angesprochene Problematik des Themas "LehrerInnen haben ein Recht auf
Respekt" hat eine schwungvolle Diskussion ausgelöst. SchülerInnen
haben ein Recht auf einen ungestörten Unterricht, ergänzt Stephan
Maresch, PflichtschullehrerInnengewerkschafter in Wien.

Dieses berechtigte SchülerInnenrecht setzt den gegenseitigen
Respekt aller Schulpartner voraus. Man darf nicht wegschauen, wenn
unsere KollegInnen immer häufiger in den Klassenräumen mit
Verbalattacken, Aggressionen und dem Überschreiten von Normen und
Grenzen konfrontiert sind.

Dabei geht es nicht um die harmlosen Lauser, über die man sogar
manchmal schmunzeln muss. Da geht es viel mehr um jene wenigen
SchülerInnen, die Aggressionen bis hin zum Terror in den
Klassenzimmern verbreiten und die Autorität ihrer Lehrerinnen und
Lehrer, aber auch ihrer Eltern nicht anerkennen.

Ein qualitativer Unterricht ist in vielen Fällen einfach nicht
machbar und geht auf Kosten vieler Kinder. Grenzen zu setzen verlangt
auch nach entsprechenden Konsequenzen - und die gibt es in der
momentanen Gesetzeslage einfach nicht ausreichend. Immer häufiger
beschweren sich Eltern über andere SchülerInnen, weil sich ihre
eigenen Kinder nicht mehr in die Schule trauen, oder sich dort nicht
mehr wohl fühlen, weil einige wenige Schüler Angst und Schrecken
verbreiten.

Speziell im Großstadtbereich und in den Pflichtschulen mündet
diese Respektlosigkeit oft in Gewalt. Diese Gewalt pflanzt sich dann
von der Schule auf die Straße fort, führt Maresch weiter aus.
Er ersucht alle Beteiligten sich an einen Tisch zu setzen, anstatt
reflexartig auf die Lehrerschaft hinzuhauen und endlich diesen
Teufelskreis zu erkennen.

Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo sie andere schädigt und
beeinträchtigt! Jene, die Respektlosigkeit in den Schulen klein reden
und das "Recht auf Respekt" mit dem Schlagwort "Lehrer wollen wieder
strafen" ins Lächerliche oder Populistische ziehen, wollen sich mit
den Sorgen der LehrerInnen und Schulpartner nicht auseinandersetzten.
Eine Konsequenz aus der Diskussion kann der massive Ausbau von
Supportsystemen pro Schulstandort sein, wie es z.B. im immer wieder
gepriesenen Finnland bereits üblich ist. Maresch fordert deshalb
Bundesministerin Dr. Claudia Schmied auf, nicht die Augen vor der
Realität zu verschließen und Ihre MitarbeiterInnen nicht mit
Arbeitskreisen oder ähnlichen Pseudoaktionen zu belasten, sondern
sinnvolle Maßnahmen gemeinsam mit den LehrervertreterInnen zu
diskutieren.

Rückfragehinweis:
Stephan Maresch
PflichtschullehrerInnengewerkschaft
Tel: 01/53454/435

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